Landesindex der Konsumentenpreise August 2011

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Preisrückgang um 0,3 Prozent

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im August 2011 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Er erreichte den Stand von 99,4 Punkten (Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,2 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0,5 Prozent im Juli 2011 und von 0,3 Prozent im August 2010.

Tiefere Preise für Pauschalreisen und Erdölprodukte

Der Rückgang des Landesindexes im August 2011 um 0,3 Prozent ist vor allem auf günstigere Preise für Pauschalreisen und Erdölprodukte (-2,7%) zurückzuführen. Sinkende Preise wurden auch für Bekleidung und Schuhe sowie für Lebensmittel erfasst.

Rückläufig sind die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (-1,9%), Freizeit und Kultur (-1,1%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,6%), Verkehr (-0,5%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,3%), Wohnen und Energie (-0,1%) sowie Gesundheitspflege (-0,1%).

Einen höheren Indexwert wiesen hingegen die Hauptgruppen Nachrichtenübermittlung (+1,1%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,4%) sowie Alkoholische Getränke und Tabak (+0,2%) auf. Insgesamt unverändert blieb der Index der Hauptgruppe Restaurants und Hotels. In der Hauptgruppe Erziehung und Unterricht fand im August keine Erhebung statt.

Preisentwicklung für Inland- und Importgüter

Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, blieben die Preise der Inlandgüter im Vergleich zum Vormonat unverändert, während diejenigen der Importgüter um 1,0 Prozent zurückgingen. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine Preissteigerung um durchschnittlich 0,7 Prozent, während der Index der Importgüter einen Preisrückgang von 1,3 Prozent anzeigt.

Details zur Preisentwicklung im August 2011

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe (-1,9%) erfolgten im August weitere Preisreduktionen auf der Sommer- und Ganzjahreskollektion. Die höheren Preise für die bereits verfügbaren Artikel der neuen Kollektion kompensierten dies nur teilweise. Die Erhebung fand erstmals im Monat August statt.

Der Index für Freizeit und Kultur (-1,1%) sank vorwiegend infolge tieferer Preise für Pauschalreisen und PC-Hardware.

In der Gruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,6%) resultierte ein weiterer Rückgang der Indexziffer, der sich teilweise auf saisonale Preisschwankungen zurückführen lässt. Günstigere Preise wurden insbesondere für Wurzelgemüse, Kartoffeln, Schokolade, Konfitüren und Bienenhonig, natürliche Mineralwasser (Detailhandel), Steinobst, Frucht- und Gemüsesäfte (Detailhandel), Schweinefleisch sowie andere Früchte gemessen. Teurer wurden hingegen Salatgemüse, Trockensuppen, Gewürze, Saucen, Fruchtgemüse, Kaffee (Detailhandel) sowie Feingebäck und Konditoreiwaren, dies vorwiegend nach Aktionen in der Vorperiode.

Tiefere Preise für Benzin (-2,1%) und Diesel (-1,8%; Stichtage: jeweils 2. und 16. August) bewirkten einen Indexrückgang der Hauptgruppe Verkehr (-0,5%).

Hauptsächlich aufgrund von Aktionen für Wasch- und Reinigungsmittel war im Berichtsmonat auch der Index der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,3%) rückläufig.

Die Indexentwicklung der Hauptgruppe Wohnen und Energie (-0,1%) ist eine Folge von tieferen Preisen für Heizöl (-3,7%; Stichtage: 2. und 16. August) und leicht gestiegenen Wohnungsmieten (+0,1%).

Günstigere Preise für medizinische Apparate und Geräte sowie für Medikamente bewirkten eine rückläufige Entwicklung des Indexes der Hauptgruppe Gesundheitspflege (-0,1%).

Tarifliche Anpassungen in der Mobilnetz-Kommunikation führten im August zu einem Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung (+1,1%).

Mehr bezahlt wurde im August für Coiffeur- und Kosmetikleistungen sowie, nach Aktionen in der Vorperiode, für Papierwaren für die Körperpflege, was den Index für Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,4%) ansteigen liess.

Der Index der Hauptgruppe Alkoholische Getränke und Tabak (+0,2%) hat nach Aktionen für Wein und Bier im Vormonat etwas zugelegt.

Der Preisrückgang in der Hotellerie wurde hauptsächlich durch gestiegene Preise für Mahlzeiten in Restaurants und Cafés kompensiert, weshalb der Index für Restaurants und Hotels unverändert blieb.

Verkettung mit früheren Indexreihen

Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den August 2011 Indizes von 103,6 Punkten auf der Basis Dezember 2005=100, von 109,0 Punkten auf der Basis Mai 2000=100, von 115,6 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 160,1 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 199,6 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 336,6 Punkten auf der Basis September 1966=100.

(BFS, 06.09.2011)