Produzenten- und Importpreise im Juni 2012 gesunken

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Sinkender Index infolge tieferer Preise für Erdölprodukte

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Juni 2012 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 98,2 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Dieser Rückgang ist insbesondere auf tiefere Preise für Erdöl und Erdölprodukte zurückzuführen. Während die Produzentenpreise der im Inland hergestellten Güter leicht um 0,1 Prozent sanken, zeigten die Importpreise einen Rückgang um 0,8 Prozent. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,2 Prozent.

Leichter Rückgang der Produzentenpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex ging im Juni 2012 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent zurück. Sein Stand liegt bei 98,5 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Preisrückgang von 1,2 Prozent. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat verzeichneten insbesondere Mineralölprodukte. Billiger wurden auch Frischgemüse, Produkte der Bauschreinerei und des Innenausbaus, Stahl und Schrott. Höhere Preise registrierte man dagegen für Kartoffeln, Schlachtrinder, Schlachtschweine und Fleisch.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sank der Preisindex für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, während die Exportpreise insgesamt stabil blieben. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,8 Prozent tiefer, während der Rückgang bei den Exportpreisen 1,5 Prozent betrug.

Tiefere Importpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex ging im Juni 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent zurück. Der Stand des Importpreisindexes beträgt 97,4 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 4,1 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten vor allem Erdöl (roh), Mineralölprodukte (Treibstoff, Heizöl, Reinbitumen) und Erdgas. Dasselbe gilt für Gartenbauprodukte, Stahlprodukte, Kupfer und daraus hergestellte Produkte sowie Computer. Preiserhöhungen beobachtete man demgegenüber für textile Gewebe, Leder, Lederwaren und Schmieröle.

(BFS, 13.07.2012)