Preise im Januar 2012 blieben stabil

0
619

Insgesamt stabile Preise im Vergleich zum Vormonat – Jahresteuerung -2,4 Prozent

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise blieb im Januar 2012 gegenüber dem Vormonat insgesamt stabil. Zwischen den einzelnen Produktgruppen gab es aber zum Teil unterschiedliche Tendenzen. So verzeichneten Erdöl (roh), Gas, Mess- und Kontrollinstrumente, medizinische Apparate und Materialien steigende Preise, während Milch und Milchprodukte, Mineralölprodukte und Elektrizität zu tieferen Preisen verkauft wurden. Der Stand des Gesamtindexes beträgt 97,7 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist war ein Preisrückgang von 2,4 Prozent festzustellen.

Im Durchschnitt stabile Inlandpreise …

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex blieb im Januar 2012 gegenüber dem Vormonat unverändert. Sein Stand beträgt 97,8 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau um 2,3 Prozent tiefer. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat registrierte man für Schlachtrinder, Rohmilch, Milchprodukte, Mineralölprodukte, Gusserzeugnisse, Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik und Elektrizität. Höhere Preise verzeichneten dagegen Leistungen der Oberflächenveredlung und Mechanik, Mess- und Kontrollinstrumente, Uhren, medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien, Gas und Schrott.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sanken die Preise beim Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent, während die Exportpreise um 0,2 Prozent zunahmen. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,6 Prozent tiefer, während der Rückgang bei den Exportpreisen mit 3,7 Prozent wesentlich stärker ausfiel.

… und stabile Importpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex blieb im Januar 2012 gegenüber dem Vormonat ebenfalls unverändert. Sein Stand liegt bei 97,4 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau um 2,6 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat beobachtete man insbesondere bei Erdöl (roh) und Benzin. Dasselbe gilt für Armierungsstahl, Kupfer und daraus hergestellte Produkte, Schneidwaren und Werkzeuge, Personenwagen, Nutzfahrzeuge sowie medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien. Tiefere Preise zeigten demgegenüber vor allem Diesel, Flugpetrol und Heizöl. Billiger wurden auch pflanzliche und tierische Öle und Fette, Flachprodukte aus Stahl, Stahlrohre, verarbeiteter Stahl, Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik sowie optische und fotografische Instrumente und Geräte.

(BFS, 13.02.2012)