UBS mit weniger Gewinn im 2. Quartal 2012

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UBS führt die Umsetzung ihrer Strategie erfolgreich fort

UBS mit einem Vorsteuergewinn im 2. Quartal 2012 von CHF 951 Millionen; Zunahme der Nettoneugelder im Wealth Management auf CHF 13,2 Milliarden; branchenführende Kernkapitalquote (Tier 1) gemäss Basel 2.5 weiter verstärkt auf neu 19,2%; Ziel der Basel-III-Kapitalquote von 13% auf Basis stufenweiser Umsetzung bereits übertroffen; risikogewichtete Aktiven1 (RWA) gemäss Basel III um CHF 45 Milliarden reduziert; RWA-Zielgrössen im Konzern und in der Investment Bank nach unten revidiert.

Bei schwierigen Marktbedingungen mit erhöhter Volatilität und mehr Zurückhaltung bei den Kunden führte UBS die Umsetzung ihrer Strategie fort. Dies beinhaltete das kontinuierliche Engagement für Kunden und resultierte in einem Vorsteuergewinn von CHF 951 Millionen. Gestützt auf sorgfältiges Kostenmanagement bleibt UBS auf Kurs, die gesamten geplanten Kosteneinsparungen bis Ende 2013 realisieren zu können.

UBS konnte ihre risikogewichteten Aktiven (RWA) gemäss Basel III erneut reduzieren. Dies steht im Einklang mit ihrer zentralen strategischen Zielsetzung. Im 2. Quartal 2012 belief sich der Abbau auf CHF 45 Milliarden. Bezüglich RWA hat der Konzern seine Reduktionsziele für 2012 bei der Investment Bank und im Konzern als Ganzes bereits übertroffen. Die Ziele für 2013 rücken damit schneller in den Fokus. Auf Basis einer vollständigen Umsetzung erhöhte sich die Basel-III-Kapitalquote (Tier 1) von 7,5% auf 8,8%. UBS hat das Konzernziel für 2016 bezüglich Basel-III-RWA um CHF 30 Milliarden auf weniger als CHF 240 Milliarden gesenkt. Das RWA-Ziel 2016 für die Investment Bank wurde um CHF 15 Milliarden auf weniger als CHF 135 Milliarden gesenkt, weil UBS davon ausgeht, dieses Geschäft mit reduzierten RWA erfolgreich betreiben zu können, innerhalb der definierten Zielbandbreiten. UBS ist zuversichtlich, diese Ziele für die RWA und Kapitalquoten ohne Verwässerung des Eigenkapitals erreichen zu können.

Wealth Management steigerte den Nettoneugeldzufluss auf CHF 9,5 Milliarden, während Wealth Management Americas solide Zuflüsse von CHF 3,7 Milliarden und gleichzeitig den bisher höchsten Vorsteuergewinn verzeichnete. Die Kundeneinlagen auf Konzernebene nahmen um CHF 19 Milliarden zu, was teilweise günstigen Währungseffekten einschliesslich höherer Einlagen bei Retail & Corporate zu verdanken war – ein Zeichen für das ungebrochene Vertrauen, das die Kunden UBS entgegenbringen. Die Investment Bank konnte die Umsetzung ihrer fokussierten Strategie weiterführen, wobei die geschätzten Basel-III-RWA auf Pro-forma-Basis erneut reduziert wurden, auf noch CHF 170 Milliarden.

Group CEO Sergio P. Ermotti zum Ergebnis für das 2. Quartal von UBS: «Unsere solide Kapital-, Liquiditäts- und Finanzierungsposition, zusammen mit einer transparenten und konsistenten Kommunikation dieser Stärken, sprechen ganz klar für UBS. In einem ansonsten widrigen Umfeld bedeutet dies Sicherheit für Kunden, was von diesen honoriert wird, indem sie uns weiterhin ihr Vermögen anvertrauen. Bei der Umsetzung unserer Strategie haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wir sind entschlossen, unseren Vorsprung als die bestkapitalisierte Bank in der Vergleichsgruppe unserer Konkurrenten weiter auszubauen – sei es unter den aktuellen oder zukünftigen regulatorischen Anforderungen. Wir erwarten, dass unsere Tier 1 Ratio gemäss Basel III bis Ende 2012 komfortabel über 9% liegt. Dank anhaltender Kostendisziplin sind wir gut unterwegs, um sämtliche der geplanten Einsparungen bis Ende 2013 realisieren zu können, und wir suchen weiter nach Möglichkeiten für mehr Effizienz. Für die Zukunft konzentrieren wir uns auf sorgfältiges Liquiditätsmanagement, den weiteren Abbau von Risiken und darauf, unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Strategie funktioniert, weil wir in der Lage sind, sie in der Umsetzung an das veränderte Umfeld zu adaptieren.»

Den UBS-Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 425 Millionen im 2. Quartal 2012

Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich im 2. Quartal 2012 auf CHF 425 Millionen, gegenüber CHF 827 Millionen im 1. Quartal. Der Vorsteuergewinn ging von CHF 1304 Millionen auf CHF 951 Millionen zurück, primär bedingt durch niedrigeren Handelserfolg (ohne eigene Verbindlichkeiten) sowie einen Rückgang des Erfolgs aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft und dem höheren Geschäftsaufwand. Diese Rückgänge wurden teilweise durch einen Gewinn auf eigenen Verbindlichkeiten in Höhe von CHF 239 Millionen kompensiert. Im Vorquartal wurde noch ein Verlust von CHF 1164 Millionen ausgewiesen. Der Steueraufwand lag bei CHF 253 Millionen, gegenüber CHF 476 Millionen im Vorquartal. Zudem entfielen CHF 273 Millionen im 2. Quartal auf das den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Ergebnis, hauptsächlich in Form von Dividenden auf Trust Preferred Securities, verglichen mit CHF 1 Million im Quartal zuvor. Der Geschäftsaufwand stieg um CHF 236 Millionen auf CHF 5457 Millionen. Im 2. Quartal war eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 84 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen in einem Gesundheits- und Lebensversicherungsplan für Pensionierte in den USA enthalten, während im 1. Quartal eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 485 Millionen in Verbindung mit unserer Schweizer Pensionskasse berücksichtigt worden war. Zudem das 2. Quartal Restrukturierungskosten von netto CHF 9 Millionen, verglichen mit CHF 126 Millionen im Vorquartal. Ohne diese Posten hätte sich der Geschäftsaufwand um CHF 48 Millionen auf CHF 5532 Millionen verringert. Per 30. Juni 2012 beschäftigte UBS 63 520 Mitarbeitende, gegenüber 64 243 am 31. März 2012. Der Rückgang um 723 Personen im Verlauf des 2. Quartals erklärt sich hauptsächlich durch anhaltenden Fokus auf Kosten in den meisten Bereichen.

Wealth Management wies im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von CHF 502 Millionen aus, verglichen mit CHF 803 Millionen im Vorquartal. Grund dafür war hauptsächlich die Verbuchung einer Gutschrift beim Personalaufwand von CHF 237 Millionen im 1. Quartal im Zusammenhang mit Änderungen bei unserer Schweizer Pensionskasse. Bereinigt um diesen Posten und um Restrukturierungskosten verringerte sich der Vorsteuergewinn um CHF 75 Millionen auf CHF 503 Millionen. Der Geschäftsertrag ging von CHF 1769 Millionen um CHF 35 Millionen auf CHF 1734 Millionen zurück. Dies war einem Rückgang der vermögensunabhängigen Einkünfte und des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft zuzuschreiben, was geringere Kundenaktivitäten widerspiegelt. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich von CHF 966 Millionen auf CHF 1232 Millionen. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen nahm um 4 auf 89 Basispunkte ab, was hauptsächlich die geringeren Kundenaktivitäten reflektiert. Der Nettoneugeldzufluss verbesserte sich von CHF 6,7 Milliarden im Vorquartal auf CHF 9,5 Milliarden im Berichtsquartal. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich auf CHF 783 Milliarden. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld lag bei 4,9%, verglichen mit 3,6% im Vorquartal.

Wealth Management Americas erzielte im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von USD 211 Millionen, was gegenüber dem Rekordgewinn von USD 209 Millionen im Vorquartal eine leichte Steigerung darstellt, da die 1%ige Erhöhung des Geschäftsertrags nur teilweise durch einen höheren Geschäftsaufwand neutralisiert wurde. Das Ergebnis des 2. Quartals umfasst einen gegenüber dem Vorquartal nochmals erhöhten Gewinn von USD 63 Millionen auf dem Beteiligungsportfolio sowie einen höheren Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, der den reduzierten Erfolg aus dem Zins- und Handelsgeschäft und den gestiegenen Geschäftsaufwand kompensierte. Der Geschäftsertrag stieg von USD 1568 Millionen um USD 19 Millionen auf USD 1587 Millionen. Der gesamte Geschäftsaufwand erhöhte sich von USD 1359 Millionen um USD 16 Millionen auf USD 1375 Millionen, was hauptsächlich auf den Anstieg des Sachaufwands um 7% zurückzuführen war. Die Nettoneugelder beliefen sich auf insgesamt USD 3,8 Milliarden, gegenüber USD 4,6 Milliarden im Vorquartal. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld im 2. Quartal lag bei 1,9%, nach 2,4% im 1. Quartal. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen nahm um 1 auf 79 Basispunkte ab.

Die Investment Bank verzeichnete im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuerverlust von CHF 130 Millionen, während im 1. Quartal 2012 noch ein Vorsteuergewinn von CHF 730 Millionen resultierte. Die Erträge im Wertpapiergeschäft gingen als Folge der schwierigen Marktbedingungen deutlich zurück. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis durch Verluste von CHF 349 Millionen in Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang. Die Basel-III-RWA gingen auf Pro-forma-Basis auf CHF 170 Milliarden zurück. Der Geschäftsertrag verminderte sich um 40% auf CHF 1736 Millionen in 2. Quartal, gegenüber CHF 2903 Millionen im Vorquartal. Der Geschäftsaufwand sank um 14% von CHF 2173 Millionen auf CHF 1867 Millionen. Im Investment Banking fiel der Gesamtertrag von CHF 396 Millionen um 6% auf CHF 372 Millionen, da der Rückgang bei den Kommissionen von den tieferen Risikomanagementprämien nur teilweise aufgefangen wurde. Im Equities-Bereich sank der Ertrag von CHF 992 Millionen auf CHF 247 Millionen (–75%). Vom Rückgang waren die meisten Geschäftsfelder betroffen. Das Ergebnis wurde auch beeinflusst durch den oben erwähnten Verlust in Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang sowie negative Effekte durch eine Anpassung der Berechnungsmethode für eigene Verbindlichkeiten und Korrektur eigener Verbindlichkeiten aus früheren Perioden. Die Erträge von Fixed Income, Currencies and Commodities verringerten sich von CHF 1501 Millionen auf CHF 1099 Millionen (–27%). Gründe dafür waren die schwierigen Marktbedingungen infolge wachsender Befürchtungen mit Blick auf die Eurozone und der Wachstumsverlangsamung in den USA.

Das grobe Missmanagement beim Facebook-Börsendebüt durch Nasdaq verursachte einen Verlust von CHF 349 Millionen in unserem US-Aktiengeschäft, nachdem wir uns bemühten, eine bestmögliche Ausführung für unsere Kunden sicherzustellen. Als Market Maker in einem der grössten Börsengänge der US-Geschichte erhielten wir zahlreiche Aufträge von Kunden, auch solchen aus unserem Wealth Management. Wegen mehrfachen operationellen Versagens von Nasdaq wurden die von UBS vorbörslich erteilten Aufträge während mehrerer Stunden nach Handelsbeginn nicht bestätigt. Aufgrund von Systemprotokollen, welche die richtige Ausführung von Kundenaufträgen gemäss den regulatorischen Richtlinien sowie unseren eigenen Standards sicherstellen sollen, wurden Aufträge unserer Kunden mehrfach ausgelöst, bevor dann die notwendigen Bestätigungen durch Nasdaq eingingen und in unserem System verarbeitet werden konnten. Schliesslich führte Nasdaq aber sämtliche dieser Aufträge aus, sodass UBS in den Besitz von viel mehr Aktien gelangte, als unsere Kunden kaufen wollten. Ursache für den Verlust von UBS ist das mehrfache Versagen von Nasdaq, ihren Verpflichtungen nachzukommen – sei es, indem der Handel mit Facebook-Aktien überhaupt eröffnet oder später während des Tages darauf verzichtet wurde, den Handel auszusetzen. Auf dieses grobe Missmanagement und die Pflichtverletzung seitens Nasdaq wird UBS mit angemessenen rechtlichen Schritten reagieren. Wie immer in solchen Fällen lässt sich nicht genau beziffern, welchen Betrag wir schliesslich zurückerhalten werden. Wir haben aber die Absicht, für die erlittenen Verluste die volle Entschädigung einzufordern.

Bei Global Asset Management belief sich der Vorsteuergewinn im 2. Quartal 2012 auf CHF 118 Millionen, verglichen mit CHF 156 Millionen im Vorquartal. Hauptgründe für den Rückgang sind die tieferen performanceabhängigen Gebühren insbesondere bei den alternativen und quantitativen Anlagen. Der Geschäftsertrag belief sich auf CHF 446 Millionen, gegenüber CHF 478 Millionen im 1. Quartal. Der Geschäftsaufwand lag bei CHF 328 Millionen, verglichen mit CHF 322 Millionen im Vorquartal. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld war mit 2,5% negativ, verglichen mit negativen 5,7% im Vorquartal. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds bezifferten sich die Nettoneugeldzuflüsse von Drittparteien auf CHF 3,4 Milliarden, gegenüber Abflüssen im 1. Quartal von CHF 2,9 Milliarden, weil die im Vorquartal registrierten Portfolioanpassungen der Kunden weniger ausgeprägt waren und die Mittelzuflüsse von Drittparteien im 2. Quartal wieder zunahmen. Insgesamt lag die Nettoneugeldentwicklung ohne Geldmarktfonds im 2. Quartal mit Zuflüssen von CHF 1,2 Milliarden im positiven Bereich. Die Zugänge flossen vor allem in traditionelle Anlagen, insbesondere Indexaktien. Die Bruttomarge betrug insgesamt 32 Basispunkte, gegenüber 34 Basispunkten im Vorquartal. Dies war hauptsächlich durch niedrigere performanceabhängige Gebühren bei alternativen und quantitativen Anlagen.

Retail & Corporate wies im 2. Quartal einen Vorsteuergewinn von CHF 399 Millionen aus, verglichen mit CHF 575 Millionen im Vorquartal. Dieses beinhaltete eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 190 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen bei unserer Schweizer Pensionskasse. Bereinigt um diesen Posten und Restrukturierungskosten erhöhte sich der Vorsteuergewinn um CHF 3 Millionen auf CHF 395 Millionen. Sowohl das Retail- als auch das Firmenkundengeschäft verzeichneten ein hohes Nettowachstum bei den Neukundenvermögen. Der Geschäftsertrag verringerte sich insgesamt um CHF 9 Millionen von CHF 936 Millionen im Vorquartal auf CHF 927 Millionen. Der Geschäftsaufwand stieg auf CHF 527 Millionen verglichen mit CHF 361 Millionen im Vorquartal, welches eine Reduktion beim Personalaufwand von CHF 190 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen bei unserer Schweizer Pensionskasse beinhaltete. Bereinigt um diese Anpassungen und Restrukturierungskosten verringerte sich der Geschäftsaufwand um CHF 13 Millionen. Das annualisierte Nettoneugeschäftsvolumen lag bei 3,3%, gegenüber 4,2% im Vorquartal. Das Retail- und Firmenkundengeschäft verzeichneten beide ein Plus bei den Nettozuflüssen, vor allem bei den Kundeneinlagen, aber auch bei den Krediten. Dies steht im Einklang mit der UBS-Strategie, das Geschäft mit qualitativ hochwertigen Krediten auszubauen.

Das Corporate Center – Core Functions wies im 2. Quartal 2012 einen Vorsteuerverlust von CHF 19 Millionen aus, nachdem im Vorquartal ein Verlust von CHF 1239 Millionen angefallen war. Dieser Rückgang beinhaltet einen Gewinn von CHF 239 Millionen aus der Neubewertung eigener Verbindlichkeiten. Im Vorquartal wurde entsprechender Verlust von CHF 1164 Millionen verzeichnet. Die innerhalb Corporate Center – Core Functions verbleibenden Treasury-Einnahmen (nach Zuweisung an die Unternehmensbereiche) beliefen sich auf minus CHF 64 Millionen, verglichen mit positiven CHF 79 Millionen im Vorquartal.

Das Legacy Portfolio verzeichnete einen Vorsteuerverlust von CHF 119 Millionen, nach einem Gewinn von CHF 89 Millionen im Vorquartal. Dafür gab es hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen nahm der Wert der UBS-Option für den Kauf des Eigenkapitals des SNB StabFund um CHF 45 Millionen zu, womit der Anstieg um CHF 82 Millionen tiefer ausfiel als im Vorquartal; zum anderen erlitte UBS auf dem übrigen Legacy Portfolio einen Verlust von CHF 81 Millionen, verglichen mit einem Gewinn von CHF 37 Millionen im 1. Quartal.

Kapital und Bilanz

Die UBS-Kernkapitalquote (Tier 1) gemäss Basel 2.5 erhöhte sich im 2. Quartal erneut und lag per 30. Juni 2012 bei 19,2%. Dies entspricht einer Steigerung um 50 Basispunkte gegenüber dem Stand per 31. März 2012. Der UBS Tier-1-Kapital gemäss Basel 2.5 nahm um CHF 1,6 Milliarden zu, hauptsächlich gestützt auf geringere Tier-1-Abzüge, Währungseffekte und Gewinne. Die UBS Basel-III-RWA werden auf vollständig umgesetzter Basis pro forma auf CHF 305 Milliarden per Ende 2. Quartal geschätzt, das sind CHF 45 Milliarden weniger als im Vorquartal. Hauptverantwortlich für den Rückgang sind die veränderte Behandlung der UBS-Option zum Kauf des Eigenkapitals des SNB StabFund, tiefere Anrechnungen für Verbriefungen infolge der Veräusserungen im Legacy Portfolio sowie Kreditbewertungsanpassungen bei den VaR-RWA. Teilweise neutralisiert wurde dies durch die revidierte Berechnung von latenten Steuerguthaben. Die Bilanz belief sich per 30. Juni 2012 auf CHF 1412 Milliarden, gegenüber CHF 1366 Milliarden per 31. März 2012.

Verwaltete Vermögen

Die verwalteten Vermögen beliefen sich am 30. Juni 2012 auf CHF 2163 Milliarden, gegenüber CHF 2115 Milliarden am 31. März 2012. Von den verwalteten Vermögen entfielen CHF 783 Milliarden auf Wealth Management, CHF 757 Milliarden auf Wealth Management Americas, CHF 569 Milliarden auf Global Asset Management und CHF 54 Milliarden auf Retail & Corporate.

Ausblick

Das Vertrauen der Kunden und damit die Geschäftstätigkeit im dritten Quartal 2012 dürfte von folgenden Faktoren bestimmt werden, die sich auch schon in den Vorquartalen gestellt haben: den Fortschritten, die mit Blick auf eine wesentliche und nachhaltige Verbesserung der Verschuldungssituation in der Eurozone und der Probleme im europäischen Bankensystem erzielt werden, dem Ausmass an Unsicherheit in Verbindung mit den geopolitischen Spannungen, dem globalen Konjunkturausblick sowie dem «Fiscal Cliff» in den USA. Wenn in diesen zentralen Punkten keine Fortschritte erzielt werden und die Marktaktivität – wie im dritten Quartal üblich – abnimmt, sind weitere Ergebnisverbesserungen unter den herrschenden Marktbedingungen unwahrscheinlich. Dies würde bedeuten, dass das Ertragswachstum, die Nettozinsmargen sowie die Nettoneugeldentwicklung unter Druck geraten. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die UBS zuversichtlich, dass ihre Asset-Gathering-Einheiten als Ganzes auch weiterhin Nettogeldzuflüsse generieren werden. Mit dem anhaltenden Vertrauen, das die Kunden dem Unternehmen entgegenbringen, anerkennen sie auch die laufenden Bestrebungen zur weiteren Stärkung von UBS. UBS setzt sich dafür ein, ihre Strategie resultatorientiert umzusetzen. Die Strategie konzentriert sich auf sorgfältiges Liquiditätsmanagement, den Abbau von Risiko und Komplexität sowie den Ausbau ihrer Stellung als eine der am besten kapitalisierten Banken der Welt. Die UBS ist höchst zuversichtlich, dass ihre Strategie funktionieren wird, während sie sie in der Umsetzung an das veränderte Umfeld adaptieren.

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UBS Aktionärsbrief 2. Quartal 2012

Bild: © UBS AG

(Communiqué, 31.07.2012)