Swisscom lanciert neue Mobilfunkabos

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Mit dem Handy zum Festpreis unbegrenzt in alle Netze telefonieren, SMS schreiben und im Internet surfen

Mit Natel infinity können Kunden unbegrenzt in alle Netze telefonieren, SMS schreiben und im Internet surfen. Die fünf Natel infinity Abos unterscheiden sich vor allem bei der Geschwindigkeit im mobilen Datenverkehr. Bei Natel infinity M, L und XL ist sogar eine Nutzung des Handys im EU-Ausland inbegriffen. Die neuen Abos kosten monatlich ab CHF 59 und sind ab dem 25. Juni 2012 erhältlich.

Vor sieben Jahren führte Swisscom mit Natel liberty den Stundentarif fürs Telefonieren mit dem Handy ein. Seitdem mussten sich Kunden keine Gedanken mehr über die Dauer ihrer Anrufe machen. Der Erfolg der Smartphones verändert jedoch die Kundenbedürfnisse: Während Telefonie und SMS-Versand von den meisten Kunden als selbstverständlich angesehen werden, gewinnen E-Mails, die Nutzung von Apps und Videodiensten wie Youtube laufend an Bedeutung. Bisher übliche Mobilfunktarife, bei denen Anbieter nach Gesprächen und Datenmenge abrechnen, werden dieser Entwicklung auf Dauer nicht gerecht. Mit den neuen Natel infinity Abos muss sich der Kunde keine Gedanken mehr machen, wie viel er mit wem telefoniert, SMS schreibt oder im Internet surft. Sämtliche Gespräche in der Schweiz, alle versendeten SMS und unbegrenztes Surfen auf dem Handy sind fortan inbegriffen. Das schafft Transparenz und Kostensicherheit, der Abopreis entspricht in den meisten Fällen dem Rechnungsbetrag am Monatsende. Die neuen Abos kosten lediglich einen Festpreis zwischen CHF 59 und CHF 169 im Monat. Zudem erhalten Kunden wie gewohnt ein Handy zum vergünstigten Preis. Die Abos sind ab 25. Juni erhältlich.

Unterschiedliche Geschwindigkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse
Heute beinhalten Mobilfunkabos meist eine begrenzte Datenmenge. Wird diese überschritten, fallen oft Zusatzkosten an. Umfragen unter Swisscom Kunden zeigen jedoch, dass sie kein Gefühl für die Masseinheit Megabyte haben und oft nicht wissen, welche Datenmengen sie übertragen. Daher schränken sie ihre Nutzung ein, um Mehrkosten zu vermeiden. Mit den neuen Natel infinity Abos ist das nicht mehr nötig, weil der Datenverkehr grundsätzlich inbegriffen ist. Neu unterscheiden sich die Angebote in der Übertragungsgeschwindigkeit, die für Kunden besser nachvollziehbar ist.

Zukünftig zahlen Kunden nur noch für die Geschwindigkeit, die sie brauchen. Nutzen die einen vornehmlich Apps oder E-Mails mit dem Handy, wollen andere auch unterwegs Videos via Youtube schauen. Das stellt unterschiedliche Ansprüche an das Mobilfunknetz. Swisscom verrechnet daher bei den neuen Abos ähnlich wie beim DSL-Anschluss daheim: Wer nicht schnell surfen muss, zahlt weniger als Kunden mit hohen Ansprüchen an die Übertragungsgeschwindigkeit.

Mit Natel infinity macht Swisscom einen ersten Schritt: Noch in diesem Jahr werden die Jugendabos angepasst sowie die Abos für Kunden, die mit ihrem Handy kein mobiles Internet nutzen möchten. Die neue Abostruktur hat aber auch Einfluss auf die Festnetzangebote. Diese werden von Swisscom in den kommenden Monaten überprüft.

Kunden können mit Bündelangeboten noch mehr sparen
Swisscom Kunden, die mit dem Bündelangebot Vivo Casa bereits Telefonie, Internet und Fernsehen daheim nutzen, können mit den neuen Abos unterwegs sparen. Dank dem Tutto-Vorteil zahlen sie monatlich bis zu CHF 25 weniger für ihr Natel infinity Abo. Die Bündelangebote sind bei Kunden sehr gefragt: Ende März 2012 nutzten bereits 659’000 Kunden diese Angebote.

Kunden geben insgesamt weniger für Mobilfunk aus
Mit den neuen Angeboten wird ein Grossteil der Kunden insgesamt trotz steigender Nutzung sparen. Bereits in der Vergangenheit betrug die Preiserosion bei Swisscom jährlich zwischen CHF 400 und 500 Mio. Diese Preiserosion wird auch im laufenden Jahr anhalten, dabei wird der Löwenanteil dieser Erosion dieses Jahr von den neuen Mobilfunktarifen verursacht. Der Einfluss der neuen Tarife wurde bereits in der Prognose für das laufende Jahr berücksichtigt. Somit wird für 2012 unverändert ein Nettoumsatz von CHF 11,4 Mrd. und ein EBITDA in Höhe von CHF 4,4 Mrd. erwartet.

Massive Investitionen in das beste Mobilfunknetz der Schweiz
Nur dank der hervorragenden Infrastruktur kann Swisscom ihren Kunden die sorglose Nutzung des Handys ermöglichen und gleichzeitig ihre Abos nach Geschwindigkeit differenzieren. Swisscom verfügt laut unabhängigen Netztest von Connect und Kassensturz über das beste Mobilfunknetz der Schweiz. Um den Kunden auch in Zukunft das beste Netz zu bieten, erneuert Swisscom ihr Mobilfunknetz grundlegend. Swisscom investiert dafür in den nächsten fünf Jahren rund CHF 1,5 Mrd. Ausserdem treibt Swisscom den 4G-Ausbau mit Hochdruck voran. Swisscom Kunden profitieren von höherer Netzkapazität und schnelleren Verbindungen.

Sehen Sie den Videobeitrag: Swisscom lanciert neue Mobilfunkabos

(Swisscom-Communiqué, 13.06.2012)

comparis.ch zu den neuen Angeboten der Swisscom

Swisscom-Konkurrenz unter Zugzwang

Die heute vorgestellten Angebote der Swisscom stellen eine Revolution im Schweizer Mobilfunkmarkt dar. Echte Flatrates entsprechen einem grossen Bedürfnis. Besonders das 75-Franken-Angebot ist interessant, denn laut einer Erhebung des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch hat über ein Drittel der Handy-nutzer eine Monatsrechnung von mehr als 75 Franken. Allerdings gibt es bereits heute für viele Handynutzer noch günstigere Angebote.

Heute hat Swisscom neue Handytarife vorgestellt. Mit den Abos «Natel Infinity» können die Kunden unbeschränkt telefonieren, SMS schreiben und Daten herunterladen. Die Abogebühren richten sich nach der Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden. «Diese Angebote sind sehr transparent. Die Kunden müssen sich nicht mehr mit dem Datenvolumen herumschlagen», sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte von comparis.ch. «Damit kommt die Swisscom einem grossen Bedürfnis der Konsumenten entgegen. Denn wer kann schon ganz genau abschätzen, wie viele Daten er pro Monat verwenden und wie viele Anrufe er tätigen wird?»

Druck auf die Swisscom-Konkurrenten

Die neuen Tarife der Swisscom sind eine Revolution im Schweizer Mobilfunkmarkt. «Swisscom ist nun die erste Mobilfunkbetreiberin, die den Schritt zu echten Flatrates zu erschwinglichen Preisen wagt. Die Konkurrenten werden unter Zugzwang kommen», sagt Ralf Beyeler. Besonders die beiden anderen Riesen im Geschäft, Sunrise und Orange, sollten nun ähnliche Angebote auf den Markt bringen. Bei Sunrise enthalten die als «Flat» angepriesenen Angebote Kostenfallen und können den Kunden böse Überraschungen bescheren.

Für die meisten Kunden dürfte das Angebot für 75 Franken am attraktivsten sein («Infinity S»). Mit der Downloadgeschwindigkeit von 1 MB/s lassen sich die gängigen Internet-Anwendungen bequem nutzen. Die Preisdifferenz zum nächsthöheren Angebot dürfte allfällige kurze Wartezeiten beim Download wettmachen.

Jeder dritte Handynutzer könnte günstiger fahren

comparis.ch schätzt, dass über ein Drittel der Mobilfunkkunden mit «Infinity S» günstiger fahren könnte als bisher. Diese Schätzung beruht auf einer Umfrage unter rund 5200 Handynutzern im letzten Herbst. 34 Prozent der Befragten gaben an, im Monat 75 Franken oder mehr für ihr Handyangebot zu bezahlen. Wem die für die meisten Anwendungen ausreichende Download-Geschwindigkeit genügt, spart mit einem Wechsel zu diesem Swisscom-Angebot Geld oder erhält mehr Leistungen, ohne dass die Handyrechnung höher als bei seinem bestehenden Angebot ausfällt.

Allerdings: So attraktiv die Preise auch sind, sie liegen dennoch weit über dem Niveau in anderen europäischen Ländern, wo Angebote mit bei weitem ausreichenden Inklusive-Leistungen zum Teil um die 10 Euro zu haben sind. Zudem gibt es auch in der Schweiz zahlreiche Angebote, mit denen viele Personen günstigere Handyrechnungen zu begleichen haben als mit den neuen Angeboten der Swisscom. Für das von comparis.ch definierte Profil des Durchschnittnutzers, der das Handy für Telefonie, SMS und Internet verwendet, kostet das günstigste Angebot zurzeit 39.95 Franken («2012 L» von Bendock).

(Communiqué vom 13.06.2012)