Ständige Wohnbevölkerung der Schweiz hat im 2010 zugenommen

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Nahezu 7,9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner am 31.12.2010

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht die ersten definitiven Ergebnisse der neuen Volkszählung, die auf Daten von Verwaltungsregistern beruhen. Es handelt sich dabei um die Ergebnisse der neuen Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP). Ende des Jahres 2010 belief sich die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz auf 7'870'100 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies entspricht einem Anstieg um 84'300 Personen gegenüber 2009. Diese Zunahme von 1,1 Prozent ist vergleichbar mit denjenigen der Jahre 2007 und 2009. Ein Viertel der in der Schweiz wohnhaften Personen wurden im Ausland geboren und sind in die Schweiz eingewandert. Ausserdem lebt jede achte Person in der Schweiz in einer der fünf Grossstädte Zürich, Genf, Basel, Lausanne und Bern.

Das demografische Wachstum der Schweiz im Jahr 2010 liegt bei 1,1 Prozent

Am 31. Dezember 2010 zählte die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 7'870'100 Personen. Diese Zahl umfasst die Schweizer Staatsangehörigen sowie alle Personen ausländischer Nationalität, ausser jene mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder Personen im Asylprozess, die sich seit weniger als einem Jahr in der Schweiz aufhalten (insgesamt 70'800 Personen). Die ständige Wohnbevölkerung ist im Jahr 2010 um 1,1 Prozent gestiegen (+84'300 Personen). Diese Zunahme ist vergleichbar mit jenen der Jahre 2007 und 2009, sie ist jedoch geringer als im Rekordjahr 2008 (+1,4%).

Ende 2010 belief sich die Zahl der ständig in der Schweiz wohnhaften Ausländerinnen und Ausländer auf 1'766'300 Personen (52'300 mehr als Ende 2009). Dies entspricht 22,4 Prozent der gesamten ständigen Wohnbevölkerung, gegenüber 22,0 Prozent im Jahr 2009. Die Mehrheit der ausländischen Staatsangehörigen stammt aus EU/EFTA-Mitgliedsstaaten (62,4%). Die häufigsten Herkunftsländer sind Italien (16,3%), Deutschland (14,9%), Portugal (12,0%) und Serbien (6,9%).

Sieben von zehn Einwohnerinnen und Einwohnern sind in der Schweiz geboren

Von STATPOP werden zum ersten Mal seit der Volkszählung 2000 Informationen zum Geburtsort der in der Schweiz wohnhaften Personen geliefert. Von der Ende 2010 ständig in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung sind 73,6 Prozent in der Schweiz geboren. Unter diesen Personen sind 93,6 Prozent schweizerischer Nationalität. 369’700 der in der Schweiz geborenen Personen (6,4%) besitzen einen ausländischen Pass und sind demnach Ausländerinnen und Ausländer zweiter oder dritter Generation. 2'075'200 Personen (26,4%) der in der Schweiz wohnhaften Personen sind im Ausland geboren und somit eingewandert. Unter diesen Personen besitzen 32,7 Prozent den schweizerischen und 67,3 Prozent einen ausländischen Pass.

Beinahe die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten mit mehr als 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern

Ende 2010 lebte die Bevölkerung der Schweiz in 2584 politischen Gemeinden, deren Grösse stark variiert. Während die grösste Schweizer Gemeinde, Zürich, am 31. Dezember 2010 insgesamt 372'900 Einwohnerinnen und Einwohner hatte, zählte die kleinste Gemeinde, Corippo im Kanton Tessin, nur gerade zwölf Personen.

Bei der Volkszählung des Jahres 2000 wurden 119 Städte mit mehr als 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern gezählt. Am 31. Dezember 2010 gab es deren 139 und somit 20 mehr als im Jahr 2000. Allein in diesen Gemeinden leben 3'501'100 Personen, was einem Anteil von 44,5 Prozent der gesamten in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung entspricht.

Jede achte Person – insgesamt 975'700 Personen – lebt in einer der fünf Schweizer Grossstädte Zürich, Genf, Basel, Lausanne und Bern. Diese Städte zählen zwischen 372'900 (Zürich) und 124'400 (Bern) Einwohnerinnen und Einwohner. Mit 101'300 Personen Ende 2010 hat auch Winterthur als sechste Stadt die Marke von 100'000 Personen überschritten.

135'300 Personen haben einen Nebenwohnsitz in der Schweiz

Mit STATPOP kann die Wohnbevölkerung am Nebenwohnsitz ermittelt werden. Eine Person kann mehrere Wohnsitze in der Schweiz haben und man spricht von Nebenwohnsitz, wenn eine Person ausserhalb ihrer Niederlassungsgemeinde bzw. der Gemeinde des Hauptwohnsitzes für die Dauer von mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten oder von insgesamt drei Monaten innerhalb eines Jahres einen weiteren Wohnsitz hat.

Ende 2010 besassen 135'300 Personen mindestens einen Nebenwohnsitz in der Schweiz. Dieser befindet sich hauptsächlich in Gemeinden, in denen Personen aufgrund eines Schul- oder Universitätsbesuches wohnten oder sich in einem Heim, Spital oder einer Strafanstalt aufhielten. Zwei grosse Altersgruppen prägen die Altersstruktur der Bevölkerung mit Nebenwohnsitz: einerseits Männer und Frauen zwischen 15 und 29 Jahren (65'300 – dies entspricht einem Anteil von 48,3 Prozent aller Personen mit Nebenwohnsitz) und andererseits 80-jährige und ältere Personen (16'500 bzw. 12,2%).

(BFS, 25.08.2011)