St.Galler Kantonalbank steigert Gewinn im 1. Halbjahr 2012

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Halbjahresabschluss 2012: Bruttogewinn 6% über Vorjahr - erfreuliches Zinsengeschäft

In einem anhaltend anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erzielte die St. Galler Kantonalbank ein gutes Halbjahresergebnis. Dazu bei trugen vor allem das Zinsengeschäft sowie der tiefere Geschäftsaufwand.

Zinsengeschäft als tragender Pfeiler

Im Geschäft mit Hypothekarkrediten und KMU-Finanzierungen erreichte die St. Galler Kantonalbank im ersten Halbjahr 2012 ein gutes Ergebnis: Dies zeigt sich im Erfolg aus dem Zinsengeschäft, welcher gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um 11.6 Mio. Franken oder um 8.1% deutlich angestiegen ist. Dazu beigetragen haben die Zunahme der Kundenausleihungen (um 574.4 Mio. Franken oder 2.7%) und die Zunahme der Kundengelder um 630.4 Mio. Franken oder 3.3%. Positiv auf den Zinserfolg wirkten sich auch die tieferen Kosten für die Zinsabsicherung aus, weil die St. Galler Kantonalbank die Erneuerung von ausgelaufenen Absicherungspositionen zu wesentlich günstigeren Konditionen abschliessen konnte. Angesichts des Tiefzinsumfelds hält die Bank aus Risikoüberlegungen weiterhin an der Zinsabsicherung gegen steigende Zinsen fest.

Demgegenüber lag der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft deutlich unter dem Vorjahr (-7.6 Mio. Franken oder -9.8%). Der Grund lag in der weiterhin erhöhten Liquiditätshaltung der Anleger bei den bestandesabhängigen Erträgen und im anhaltend unsicheren Börsenumfeld bei den transaktionsabhängigen Erträgen.

Reduzierter Geschäftsaufwand

Gesamthaft ging der Geschäftsaufwand um 2.5 Mio. Franken oder um 1.7 % auf 138.8 Mio. Franken zurück. Ausschlaggebend für den Rückgang im Sachaufwand waren der Wegfall der Projektkosten des Vorjahres für die per 1.1.2012 vollzogene Zusammenführung der IT-Plattformen von SGKB und Hyposwiss Zürich sowie die ersten daraus erzielten Effizienzgewinne. Die Bank wird ihr Augenmerk weiterhin auf die strikte Kostenkontrolle richten. Der Personalaufwand liegt mit 84.5 Mio. Franken leicht über dem Vorjahr (+0.4 %) und widerspiegelt die Lohnerhöhungen für das laufende Jahr.

Kundenbestände - Volumenzuwachs im Bilanzgeschäft

Die St. Galler Kantonalbank erzielte bei den Kundenausleihungen im ersten Halbjahr erneut ein erfreuliches Wachstum. Die SGKB hat bei unverändert vorsichtiger Kreditvergabepolitik Neugeschäfte im Umfang von 545.3 Mio. Franken (+2.6%) abgeschlossen. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste befinden sich weiterhin auf historisch tiefstem Niveau und das Kreditportfolio präsentiert sich in einem sehr gesunden Zustand.

Auch in der jetzigen Tiefstzinsphase hält die St. Galler Kantonalbank an ihrer risikobewussten Kreditpolitik fest. Trotz einzelner lokaler Preissteigerungen sieht die Bank im Immobilienbereich in ihrem Marktgebiet weiterhin keine Anzeichen für eine Überhitzung oder das Entstehen einer Blase.

Die Verwalteten Vermögen verharren bei 37.5 Mia. Franken auf dem Niveau per Jahresende. Beim Net New Money (-215.2 Mio. Franken oder -0.6%) standen starken Zuwächsen im Heimmarkt wie erwartet strukturelle Abflüsse im Offshore-Geschäft gegenüber.

Verbesserte Kerngrössen

In der Summe verzeichnete die St. Galler Kantonalbank einen gegenüber dem Vorjahr um 3.5 Mio. Franken oder 1.4% gestiegenen Betriebsertrag von 245.5 Mio. Franken sowie einen um 5.9 Mio. Franken oder 5.9% gestiegenen Bruttogewinn von 106.7 Mio. Franken. Der Reingewinn liegt mit 73.1 Mio. Franken trotz weggefallener ausserordentlicher Erträge auf Vorjahreshöhe (+0.1 Mio. Franken oder 0.1%).

Solide Kapitalisierung

Die St. Galler Kantonalbank verfügt per 30. Juni 2012 über anrechenbare Eigenmittel von 2.0 Mia. Franken. Dies bedeutet einen Überschuss in der Höhe von fast 0.9 Mia. Franken oder 77.8 %. Sie übertrifft damit auch den von der Finma geforderten zusätzlichen Kapitalpuffer von 50% um 0.3 Mia. Franken. Damit ist die St. Galler Kantonalbank solide kapitalisiert. Den guten finanziellen Zustand bestätigt hat auch die Ratingagentur Moody's im Mai 2012: Das Gesamtrating der St. Galler Kantonalbank beträgt unverändert Aa1, was die zweithöchste Bonitätsstufe darstellt.

Ausblick 2012

Das Halbjahresergebnis zeigt, dass die St. Galler Kantonalbank im laufenden Jahr gut unterwegs ist. Bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unverändert, ist ein Reingewinn leicht über Vorjahr zu erwarten.

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Die St.Galler Kantonalbank Gruppe umfasst das 1868 gegründete Stammhaus St.Galler Kantonalbank AG (SGKB), die Tochtergesellschaft Hyposwiss Privatbank AG, Zürich, sowie die Hyposwiss Private Bank Genève SA und die 2009 neu gegründete St.Galler Kantonalbank Deutschland AG in München. Die SGKB ist seit 2001 an der Börse SIX kotiert. Der Kanton St. Gallen hält als Mehrheitsaktionär 54.8% des Aktienkapitals.

Das Stammhaus St.Galler Kantonalbank bietet als Universalbank seinen Kunden in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden die gesamte Palette von Finanzdienstleistungen. Darüber hinaus übernimmt die St.Galler Kantonalbank als Arbeitgeber, Steuerzahler und Sponsoringpartner Verantwortung für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Region. Am 30. Juni 2012 beschäftigte der Konzern insgesamt 1'133 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitstellen). Das Stammhaus besitzt Staatsgarantie und das Aa1Rating von Moody's.

Bild: © SGKB

(Communiqué, 15.08.2012)