Schweizer Industrie im 3. Quartal 2011 mit rückläufigen Zahlen

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Schweizer Industrie spürt Gegenwind

Der Geschäftsgang der Schweizer Industrie ist im 3. Quartal 2011 negativ ausgefallen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal nahm die Produktion um 1,4 Prozent ab, auch der Umsatz ging zurück (-0,5%). Weiter sind die Auftragseingänge (-4,3%) als auch die Auftragsbestände (-0,2%) negativ. Die Fertigwarenlager verzeichneten ein Plus (+7,3).

Weniger Produktion

Die Produktion ist im 3. Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist die schwache Leistung bei den Vorleistungsgütern. Unter den Branchen notierte der Bergbau, die Branche «Kokerei, Mineralölverarbeitung», die Energie- und Wasserversorgung, die Glas-, Beton- und keramische Industrie sowie der Bereich «Gummi- und Kunststoffwaren» die höchsten Einbussen. Die Lederverarbeitende Industrie, die Textilindustrie und der Maschinenbau erzielten die besten Ergebnisse.

Leicht fallende Umsatzzahlen

Der Umsatz nahm um 0,5 Prozent ab. Hier trugen die Vorleistungs- und die Verbrauchsgüter zum negativen Ergebnis bei.

Die grössten Umsatzeinbussen meldeten der Bergbau, der Bereich «Kokerei, Mineralölverarbeitung», die Chemische Industrie, der Bereich «Gummi- und Kunststoffwaren» und die Glas-, Beton- und keramischen Industrie. Die höchsten Zuwachsraten wiesen die Textilindustrie, die Lederverarbeitende Industrie und der Maschinenbau auf.

Verminderung der Auftragseingänge

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal gingen die Auftragseingänge zurück (-4,3%). Starke Einbrüche meldeten der Bergbau, der Maschinenbau sowie der Bereich «Gummi- und Kunststoffwaren». Einen positiven Auftragseingang hingegen verzeichneten vor allem die Textilindustrie und die Lederverarbeitende Industrie.

Arbeitsreserven leicht rückläufig

Die Auftragsbestände der Unternehmen haben sich zurückgebildet (-0,2%). Mit den höchsten Minusraten waren der Bereich «Gummi- und Kunststoffwaren», das Papier-, Verlags-, Druckgewerbe sowie die Holzindustrie konfrontiert. Die Textilindustrie, der Bergbau sowie die Elektro- und feinmechanische Industrie registrierten die höchsten Zunahmen.

Anhaltender Aufbau der Lagerbestände

Die Fertigwarenlager füllten sich weiter. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal stiegen sie um 7,3 Prozent. Die höchsten Aufstockungen gab es beim Papier-, Verlags-, Druckgewerbe, bei der Elektro- und feinmechanischen Industrie sowie bei der Nahrungs- und Genussmittelindustrie.

Einzig die Glas-, Beton- und keramische Industrie sowie der Fahrzeugbau bauten ihre Lager ab.

(BFS, 15.12.2011)