Produzenten- und Importpreise stiegen im August 2012

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Steigende Preise gegenüber dem Vormonat – Jahresteuerung nahe bei null

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise stieg im August 2012 um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 98,3 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich dafür waren vor allem die höheren Preise für Erdöl und Erdölprodukte sowie für die vierteljährlich erhobenen chemischen und pharmazeutischen Produkte. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten leicht um 0,1 Prozent.

Anstieg der Produzentenpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex erhöhte sich im August 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Sein Stand liegt bei 98,7 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ebenfalls ein Anstieg von 0,3 Prozent. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Höhere Preise gegenüber dem Vormonat verzeichneten insbesondere Mineralölprodukte und verschiedene Positionen der chemischen und pharmazeutischen Industrie (Farbstoffe und Pigmente, anorganische und organische Produkte, sonstige chemische Produkte, pharmazeutische Spezialitäten). Teurer wurden auch Rohmilch, Stahl und Schrott. Preisrückgänge registrierte man dagegen für Schlachtschweine, Fleisch und Fleischprodukte, Holzprodukte, Papier und Papierprodukte, ätherische Öle und pharmazeutische Grundstoffe.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie stiegen die Preise beim Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, während die Exportpreise um 0,4 Prozent zunahmen. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,2 Prozent tiefer, während bei den Exportpreisen ein Anstieg um 0,8 Prozent zu verzeichnen war.

Deutlich höhere Importpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex zeigte im August 2012 einen Anstieg um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Stand des Importpreisindexes beträgt 97,5 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 1 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat beobachtete man vor allem bei Erdöl (roh), Mineralölprodukten (Treibstoff, Heizöl, Reinbitumen) und verschiedenen Positionen der chemischen und pharmazeutischen Industrie (anorganische und organische Produkte, Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel, Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel, sonstige chemische Produkte, pharmazeutische Grundstoffe). Dasselbe gilt für Holz- und Zellstoff, Druckerzeugnisse, Fahrzeugreifen, Armierungsstahl sowie Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte. Tiefere Preise zeigten demgegenüber Erdgas, Tafeltrauben, Kunststoffe in Primärformen, pharmazeutische Spezialitäten und Kunststoffprodukte. Billiger wurden auch Edelstahl, verarbeiteter Stahl und Computer.

(BFS, 13.09.2012)