Produzenten- und Importpreise leicht angestiegen im September 2012

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Erhöhte Importpreise – Jahresteuerung positiv

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex für Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im September 2012 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Sein Stand beträgt 98,7 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Dieser Anstieg ist in erster Linie auf die erhöhten Preise für Erdöl und Erdölprodukte zurückzuführen. Innert Jahresfrist stieg das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 0,3 Prozent.

Leichter Anstieg der Produzentenpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex erhöhte sich im September 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und liegt nun bei 98,8 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr stieg das Preisniveau um 0,4 Prozent. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat verzeichneten insbesondere Schlachtrinder, Mineralölprodukte und diverse Metallpositionen (Stahl, Giessereiprodukte). Dasselbe gilt für Rohmilch sowie Rind- und Kalbfleisch. Tiefere Preise registrierte man dagegen für Frischgemüse, Schlachtschweine und Schweinefleisch.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie stieg das Preisniveau beim Inlandabsatz um 0,3 Prozent, während die Exportpreise insgesamt stabil blieben. Während sich das Preisniveau auf dem Binnenmarkt im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert hat, legte das Exportpreisniveau um 0,9 Prozent zu.

Deutlich höhere Importpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex stieg im September 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und liegt nun bei 98,3 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 0,1 Prozent höher. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Höhere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten insbesondere Rohöl und Erdgas, Mineralölprodukte (Treibstoff, Heizöl, Reinbitumen) und Armierungsstahl. Preissteigerungen verzeichneten auch Getreide, Fleisch und Fleischprodukte, Ledererzeugnisse und Computer. Preisrückgänge beobachtete man hingegen für Rohkaffee, Bekleidung, Elektrokabel, Tomaten, Edelstahl und Nichteisen-Metalle.

(BFS, 15.10.2012)