Leicht höhere Produzenten- und tiefere Importpreise im Mai 2012

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Weiterhin negative Jahresteuerung

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Mai 2012 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, wobei der Rückgang insbesondere auf tiefere Preise für Erdöl und Erdölprodukte zurückzuführen ist. Der Stand des Indexes beträgt 98,5 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Während die Produzentenpreise der im Inland hergestellten Güter um 0,1 Prozent stiegen, gingen die Importpreise um 0,8 Prozent zurück. Im Vergleich zum Mai 2011 lag der Index des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,3 Prozent tiefer. 

Leichter Anstieg der Produzentenpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex erhöhte sich im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Sein Stand liegt bei 98,6 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Preisrückgang von 1,2 Prozent. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat verzeichneten insbesondere verschiedene Positionen der chemischen und pharmazeutischen Industrie (Farbstoffe und Pigmente, Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel, Seifen-, Wasch- und Reinigungsmittel, ätherische Öle, pharmazeutische Grundstoffe und Spezialitäten). Teurer wurden auch Schlachtschweine, Schweinefleisch, Papier- und Kunststoffprodukte. Preisrückgänge registrierte man dagegen vor allem für Mineralölprodukte. Billiger wurden auch Rohmilch, Rindfleisch, anorganische Produkte der chemischen Industrie und Kunststoffe in Primärformen.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie blieb der Preisindex für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat insgesamt unverändert, während die Exportpreise um 0,2 Prozent stiegen. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,8 Prozent tiefer, während der Rückgang bei den Exportpreisen 1,6 Prozent betrug.

Deutlich tiefere Importpreise

Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex sank im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Sein Stand beträgt 98,2 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 4,5 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat beobachtete man insbesondere bei Erdöl (roh), Erdgas, Treibstoff, Heizöl sowie verschiedenen Positionen der chemischen und pharmazeutischen Industrie (anorganische und organische Produkte, Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel, Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel, ätherische Öle, Chemiefasern, pharmazeutische Grundstoffe). Preisrückgänge registrierte man auch für Gemüse, Kartoffeln, Papier und Papierprodukte, Glas und Glasprodukte, Roheisen, Stahl, Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte sowie Computer. Höhere Preise zeigten demgegenüber Zitrusfrüchte, pflanzliche und tierische Öle und Fette, Kunststoffe in Primärformen und pharmazeutische Spezialitäten.

(BFS, 13.06.2012)