Konsumentenpreise im März 2012 gestiegen

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Preise um 0,6 Prozent gestiegen

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im März 2012 einen Anstieg um 0,6 Prozent. Er erreichte den Stand von 99,7 Punkten (Dezember 2010=100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung -1,0 Prozent, verglichen mit Jahresraten von -0,9 Prozent im Februar 2012 und von +1,0 Prozent im März 2011.

Preisanstieg für Bekleidung und Erdölprodukte

Der Anstieg des Landesindexes im März 2012 ist hauptsächlich auf höhere Preise für das neue Bekleidungs- und Schuhsortiment nach dem Ausverkauf sowie für Erdölprodukte und neue Automobile zurückzuführen.

Gestiegen sind die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (+7,2%), Verkehr (+1,2%), Alkoholische Getränke und Tabak (+0,6%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,5%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,5%), Restaurants und Hotels (+0,2%), Wohnen und Energie (+0,2%) sowie Freizeit und Kultur (+0,2%).

Leicht rückläufig sind die Indizes der Hauptgruppen Nachrichtenübermittlung (-0,1%) sowie Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,1%).

Unverändert blieb der Index der Hauptgruppe Gesundheitspflege. In der Hauptgruppe Erziehung und Unterricht fand im März keine Erhebung statt.

Preisentwicklung für Inland- und Importgüter

Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, stiegen die Preise der Inlandgüter im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent und diejenigen der Importgüter um 1,9 Prozent. Innert Jahresfrist blieben die Preise der Inlandgüter unverändert, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 3,6 Prozent verzeichneten.

Details zur Preisentwicklung im März 2012

Die Preise der neuen Sommerkollektion liessen den Index für Bekleidung und Schuhe (+7,2%) nach dem Ausverkauf wieder ansteigen.

Der Indexanstieg der Hauptgruppe Verkehr (+1,2%) ist auf gegensätzliche Preisentwicklungen zurückzuführen. Während Benzin (+4,6%) und Diesel (+0,5%; Stichtage: jeweils 2. und 15. März) sowie neue Automobile teurer wurden, gingen die Preise für Luftverkehr und Occasions-Automobile zurück.

Ebenfalls zugelegt hat im März der Index der Hauptgruppe Alkoholische Getränke und Tabak (+0,6%), dies teilweise bedingt durch die Rückkehr zu Normalpreisen nach Aktionen in der Vorperiode.

In der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,5%) bewirkte das Ende von Aktionen für Möbel und Einrichtungszubehör einen Indexanstieg. Sonderangebote führten hingegen zu tieferen Preisen für grosse elektrische Haushaltsgeräte.

Der Anstieg der Indexziffer der Hauptgruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,5%) lässt sich zum Teil auf saisonale Preisschwankungen sowie auf das Ende von Aktionen in der Vorperiode zurückführen. Teurer wurden Salatgemüse, Frucht- und Gemüsesäfte, Zitrusfrüchte, Kaffee, Steinobst, Brot und Süssgetränke. Weniger bezahlt wurde im März hingegen für andere Früchte, Trockensuppen, Gewürze, Saucen, Fruchtgemüse sowie Wurstwaren.

Der Index der Hauptgruppe Restaurants und Hotels (+0,2%) hat im März aufgrund höherer Preise für Hotelübernachtungen ebenfalls zugelegt.

Mehr bezahlt wurde im März erneut für Heizöl (+2,6%; Stichtage: 2. und 15. März), was den Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie (+0,2%) ansteigen liess.

Gegensätzliche Preisentwicklungen wurden in der Hauptgruppe Freizeit und Kultur (+0,2%) registriert. Während Pauschalreisen, Zeitungsabonnemente sowie Sommer- und Ganzjahressportartikel teurer wurden, gingen die Preise für Heimtierartikel und Fernsehgeräte zurück.

Gesunken sind im Berichtsmonat auch die Preise für Telekomgeräte, die in der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung (-0,1%) erhoben werden.

Der leichte Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,1%) ist eine Folge von tieferen Preisen für diverse Körperpflegeprodukte.

Die Indizes der Hauptgruppen Erziehung und Unterricht sowie Gesundheitspflege blieben im März unverändert. Im Bereich der Spitalleistungen konnte im aktuellen Monat keine Preiserhebung durchgeführt werden. Die Spitaltarife gemäss dem per Januar 2012 eingeführten neuen Tarifsystem SwissDRG werden bei Vorliegen der definitiven Werte in den kommenden Monaten in den LIK einfliessen.

Verkettung mit früheren Indexreihen

Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den März 2012 Indizes von 103,9 Punkten auf der Basis Dezember 2005=100, von 109,3 Punkten auf der Basis Mai 2000=100, von 116,0 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 160,6 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 200,2 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 337,5 Punkten auf der Basis September 1966=100.

(BFS, 05.04.2012)