Konsumentenpreise blieben im April 2013 unverändert

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Unveränderter Indexstand

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise blieb im April 2013 unverändert auf dem Stand von 99,1 Punkten (Dezember 2010=100). Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Teuerung -0,6 Prozent, verglichen mit Jahresraten von ebenfalls -0,6 Prozent im März 2013 und von -1,0 Prozent im April 2012.

Gegensätzliche Preisentwicklungen im April

Das stabile Monatsergebnis beinhaltet gegenläufige Tendenzen, die sich insgesamt ausgleichen. Während insbesondere die Preise für Erdölprodukte und Hotelübernachtungen zurückgingen, wurde für Pauschalreisen, Luftverkehr und Sommerbekleidung mehr bezahlt.

Gestiegen sind die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (+1,8%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,5%), Alkoholische Getränke und Tabak (+0,2%), Freizeit und Kultur (+0,2%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,1%) sowie Gesundheitspflege (+0,1%).

Rückläufig waren die Indizes der Hauptgruppen Verkehr (-0,3%), Wohnen und Energie (-0,1%), Restaurants und Hotels (-0,1%), Nachrichtenübermittlung (-0,1%) sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,1%).

Im Bereich Erziehung und Unterricht fand keine Erhebung statt.

Preisentwicklung für Inland- und Importgüter

Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, blieben sowohl die Preise der Inlandgüter als auch der Importgüter im Vergleich zum Vormonat unverändert. Innert Jahresfrist stiegen die Preise der Inlandgüter um 0,1 Prozent, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 2,8 Prozent verzeichneten.
Details zur Preisentwicklung im April 2013

Nach dem letztjährigen Ausverkauf waren zahlreiche Artikel der Sommerkollektion erstmals wieder zu regulären Preisen im Angebot. Dies betrifft besonders Sommerhosen für Damen und Herren sowie Blusen für Damen. Als Folge davon stieg der Index der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe (+1,8%) an.

Das Ende von Aktionen in der Vorperiode für Möbel, Kleinmaterial und Zubehör für Haus und Garten, Einrichtungszubehör, Bettzeug und Haushaltswäsche bewirkte einen Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,5%). Neue Aktionen wurden hingegen insbesondere für Wasch- und Reinigungsmittel registriert.

Zugelegt hat im Berichtsmonat auch der Index der Hauptgruppe Alkoholische Getränke und Tabak (+0,2%), dies vorwiegend aufgrund höherer Preise für Bier und Weisswein nach Aktionen in der Vorperiode.

Teurere Pauschalreisen führten zu einem Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Freizeit und Kultur (+0,2%). Günstiger wurden demgegenüber Fernsehgeräte.

Der Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,1%) ist vorwiegend eine Folge des Endes von Aktionen für diverse Haut- und Schönheitspflegemittel im Vormonat. Neue Sonderangebote wurden hingegen für Uhren erfasst.

Kostspieligere Medikamente und höhere Preise für zahnärztliche Leistungen führten zu einem geringfügigen Anstieg des Indexes für Gesundheitspflege (+0,1%). Weniger bezahlt wurde hingegen für medizinische Apparate und Geräte.

Tiefere Preise für Benzin (-2,0%), Diesel (-1,9%; Stichtage Erdölprodukte jeweils 2. und 15. April) und Occasions-Automobile bewirkten einen Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Verkehr (-0,3%). Mehr bezahlt wurde hingegen für den Luftverkehr.

Aufgrund gesunkener Preise für Heizöl (-2,2%; Stichtage: 2. und 15. April) war im Berichtsmonat auch der Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie (-0,1%) leicht rückläufig.

Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Restaurants und Hotels (-0,1%) ist auf tiefere Preise für Hotelübernachtungen zurückzuführen. Gestiegen sind hingegen die Preise im Bereich Parahotellerie sowie für Mahlzeiten in Restaurants und Cafés.

Günstigere Preise für Mobilnetzkommunikation und Telekomgeräte liessen den Index für Nachrichtenübermittlung (-0,1%) sinken.

Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,1%) ist grösstenteils auf saisonale Preisschwankungen und Aktionen zurückzuführen. Weniger bezahlt wurde insbesondere für Fruchtgemüse, Schokolade, Bananen sowie Feingebäck und Konditoreiwaren. Höhere Preise erzielten hingegen Halbhart- und Hartkäse sowie Salatgemüse.

Verkettung mit früheren Indexreihen

Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für April 2013 Indizes von 103,3 Punkten auf der Basis Dezember 2005=100, von 108,7 Punkten auf der Basis Mai 2000=100, von 115,3 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 159,7 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 199,1 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 335,6 Punkten auf der Basis September 1966=100.

(BFS, 08.05.2013)