Julius Bär will 800 bis 1000 Stellen streichen

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Julius Bär präsentierte zusätzliche Informationen zur Akquisition des „IWM“-Geschäfts von Bank of America Merrill Lynch ausserhalb der USA und Japan

Am 9. Oktober 2012 präsentierten Boris F.J. Collardi, CEO der Julius Bär Gruppe, und Dieter A. Enkelmann, CFO, gegenüber Analysten und Investoren in London zusätzliche Informationen zur Akquisition des „International Wealth Management“-Geschäfts (IWM) von Bank of America Merrill Lynch ausserhalb der USA und Japan.

Präsentiert wurden weitere Einzelheiten zum Transfer der Finanzberater und der verwalteten Vermögen von IWM an Julius Bär im Rahmen der Akquisition. Dabei wurde zwischen den verschiedenen Übertragungsarten unterschieden, u.a. dem Bankenverkauf in der Schweiz, Transfers von (bankfremden) rechtlichen Einheiten (z.B. Uruguay, Grossbritannien, Spanien, Indien) und der Übertragung der Geschäftsaktivitäten (z.B. Hongkong, Singapur).

Rund 80% der erwarteten, zu erwerbenden verwalteten Vermögen sollten bis Ende 2013 ausgewiesen werden

Ebenfalls präsentiert wurden weitere Einzelheiten zu den Erwartungen von Julius Bär hinsichtlich des Transferzeitpunkts von Finanzberatern und der verwalteten Vermögen sowie den damit verbundenen finanziellen Auswirkungen für Julius Bär während der Integrationsphase. Diese Übertragungen beginnen nach dem Abschluss der Transaktion, der nun für das erste Quartal 2013 erwartet wird.

Aufgrund der aktuellen Integrationsziele von Julius Bär sollten ca. 80% der erwarteten, zu erwerbenden verwalteten Vermögen bis Ende 2013 an Julius Bär ausgewiesen werden.

Schliesslich legte Julius Bär Verbesserungsmassnahmen zur Erreichung der angestrebten Rentabilität im Vergleich zur historischen Kostenbasis von IWM vor. Dazu zählen u.a. eine deutliche Reduktion der allgemeinen Unternehmenskosten der früheren Bank of America und andere Kosten, die in der Struktur von Julius Bär künftig nicht erforderlich sind, Anpassungen der Middle- und Back-Office-Funktionen der kombinierten Gruppe sowie zusätzliche Vorteile, die aus der Nutzung weiterer Skaleneffekte resultieren. Mit diesen Massnahmen strebt Julius Bär die Reduktion der gemeinsamen Mitarbeiterbasis (pro forma) von rund 5‘700 an mehr als 50 Standorten um 15% bis 18% an. Es wird erwartet, dass das auf die Julius-Bär-Plattform transferierte IWM-Geschäft im Jahr 2015 eine implizite Cost/Income Ratio von rund 70% und eine auf adjustierter Gewinnbasis implizite Vorsteuergewinnmarge von ca. 25 Basispunkten (beide berechnet auf stand-alone Basis) aufweisen wird. Dabei geht man derzeit davon aus, dass der effektive Steuersatz für die kombinierte Julius Bär Gruppe zu diesem Zeitpunkt unter 16% zu liegen kommt (auf adjustierter Gewinnbasis).

Julius Bär erwartet, dass sich die Transaktion im Jahr 2014 zumindest neutral auf den Gewinn pro Aktie auswirken wird und strebt für 2015 einen Zuwachs des Gewinns pro Aktie von 15% an. Dieses Wachstumsziel basiert auf adjustiertem Konzerngewinn, d.h. abzüglich Kosten für die Transaktion, Integration und Restrukturierung sowie Abschreibungen auf Immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit Akquisitionen oder Veräusserungen. Des Weiteren basiert dieses Wachstumsziel auf dem Schlusskurs vor der Ankündigung der Transaktion am 13. August 2012, wobei die Berechnungen auf den angepeilten Kapitalkennzahlen basieren, und vergleicht es mit einem Szenario ohne diese Akquisition und dass die Julius Bär Gruppe bis Ende 2015 keine Aktienrückkäufe vornehmen wird.

Die Präsentation umfasste auch Informationen basierend auf den geprüften, kombinierten Finanzergebnissen von IWM für die zum 31. Dezember 2011 und 2010 beendeten Geschäftsjahre, die gemäss den IFRS-Bestimmungen erstellt wurden. Daneben enthält sie das durchgesehene (reviewed), kombinierte Finanzergebnis für IWM für die zum 30. Juni 2012 beendeten sechs Monate, das gemäss IAS 34 erstellt wurde.

Zahlen der Julius Bär Gruppe per Ende August 2012

Per Ende August 2012 stiegen die verwalteten Vermögen der Julius Bär Gruppe auf ein neues Rekordhoch von CHF 184 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg von CHF 14 Milliarden oder 8% seit Ende 2011. Das Total der Kundenvermögen stieg um CHF 18 Milliarden oder 7% auf CHF 276 Milliarden. Die Zunahme der verwalteten Vermögen ist das Resultat von anhaltendem Netto-Neugeldzufluss, der nahe am oberen Ende des mittelfristigen Zielbands der Gruppe lag, einer positiven Marktentwicklung, unterstützt durch nachhaltige Gewinne an den globalen Aktien- und Anleihenmärkten sowie einem positiven Währungseffekt, hauptsächlich aufgrund des stärkeren US-Dollars.

Teilweise aufgrund eines geringfügigen Rückgangs der Kundenaktivität während der Sommerperiode lag die Bruttomarge in den ersten acht Monaten leicht unter den für die ersten sechs Monate 2012 ausgewiesenen 98 Basispunkten und die Cost/Income Ratio war entsprechend etwas höher im Vergleich zu derjenigen für die ersten sechs Monate 2012. Per Ende August betrug die BIZGesamtkapitalquote der Gruppe 24.8% und die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) 22.4%. Im September nahm Julius Bär im Rahmen der Finanzierung der IWM-Akquisition erfolgreich zusätzliches Kapital im Wert von CHF 250 Millionen auf, das nicht dem Kernkapital (Tier 1) zugerechnet wird.

Über Julius Bär

Julius Bär ist die führende Private-Banking-Gruppe der Schweiz, ausschliesslich ausgerichtet auf die Betreuung und Beratung von Privatkunden. Julius Bär betreute Ende August 2012 Kundenvermögen von insgesamt CHF 276 Milliarden, einschliesslich verwalteter Vermögen in der Höhe von rund CHF 184 Milliarden. Die Bank Julius Bär & Co. AG, die renommierte Privatbank, deren Ursprünge bis ins Jahr 1890 zurückreichen, ist die wichtigste operative Gesellschaft der Julius Bär Gruppe AG. Ihre Aktien sind an der SIX Swiss Exchange (Ticker-Symbol: BAER) kotiert und sind Teil des Swiss Market Index (SMI), welcher die 20 grössten und liquidesten Schweizer Aktien umfasst.

Julius Bär beschäftigt mehr als 3 600 Mitarbeitende in über 20 Ländern und mehr als 40 Standorten – unter anderem in Zürich (Hauptsitz), Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, Mailand, Monaco, Montevideo, Moskau, Schanghai und Singapur.

Bild: © Julius Bär

(Communiqué, 09.10.2012)

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