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Mittwoch, 7. Dezember, 2022

Kostenlose Vor-Ort Kaufberatung?

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    Anonym
    Inaktiv

    Guten Tag

    Ich habe folgende Frage: Ich bin Student und biete nebenbei noch Dienstleistungen im EDV-Bereich an.

    Nun hat mich vor einiger Zeit eine potentielle Kundin angerufen, worauf ich ihr in einem relativ ausführlichen Telefongespräch ihre Fragen beantwortet habe (es ging im wesentlichen um die Neuanschaffung & Einrichtung eines PCs). Anschliessend meinte sie, sie würde sich nun noch einige meiner Mitbewerber anhören und sich gegebenenfalls wieder melden.

    Einige Zeit später meldete sie sich tatsächlich wieder und meinte, dass Sie nun verschiedene Anbieter gehört habe und ich derjenige sei, den sie ‘weiterverfolgen’ möchte. Sie bat mich daher zur Besprechung der Details und damit ich mir die Situation einmal direkt anschauen könne einmal bei ihr vorbeikommen solle. Also vereinbarten wir einen Termin und ich habe mir vor Ort alles angeschaut, ihre zahlreichen Fragen beantwortet etc, was insgesamt 1,5 Stunden (+ Fahrt) gedauert hat. Schliesslch bat sie mich um die Zusendung einer Offerte für das neue Gerät welches Sie anschaffen wolle.

    Nun, einige Tage nach Zusendung der Offerte ruft sie mich an und teilt mir mit, dass sie von einem meiner Mitbewerber eine günstigere Offerte erhalten habe, weswegen Sie sich zwar bei mir bedankt, aber leider mein Angebot nicht wahrnehmen könne.

    Jetzt ist es für mich zwar selbstverständlich, dass sowohl die Telefonische Erstberatung als auch das Erstellen der Offerte (was nochmal mind. 1 Stunde Arbeit war) kostenlos sind – dass allerdings auch mein 1,5 Stündiger Vor Ort Einsatz bei ihr unbezahlt bleiben soll, leuchtet mir nicht ein. Genaugenommen wäre ich gar nie zu einem solch ausführlichen Termin zur Kundin nach Hause gefahren, wenn sie mir von Anfang an gesagt hätte, dass sie mehrere Anbieter zu sich einlädt und schliesslich nur einen auswählt. (Vielmehr hatte sie ja sogar den Eindruck erweckt, dass ich die ‘Auswahlphase’ bereits durch unser langes Telefongespräch überstanden hätte.) Für solche Spässe habe ich nämlich schlicht zu wenig Zeit.

    Wie sieht aber nun die Rechtslage aus? Kann ich meine Forderung (natürlich nur für 1,5h Arbeit + Fahrt, nicht für die zusätzlichen Stunden die mich die Telefonate und die Offertenerstellung gekostet haben) notfalls juristisch durchsetzen, oder muss man sich solch ein Verhalten gefallen lassen?

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