Besser leben im Alter

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Besser leben im Alter

altMehr Licht, weniger Stolpergefahren: Solche und andere einfache Anpassungen in den eigenen vier Wände können die Lebensqualität für ältere Menschen stark erhöhen.

Das Treppensteigen macht immer mehr zu schaffen. Und Beinahe-Unfälle, etwa weil man eine Türschwelle übersieht, kommen öfter vor: Die körperlichen Einschränkungen, die das Alter mit sich bringt, können einem das Wohnen ziemlich erschweren.

Doch fast alle Senioren haben den gleichen Wunsch: Sie möchten so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben - dort nämlich, wo sie sich geborgen, verwurzelt fühlen und über Jahrzehnte ihr soziales Netzwerk aufgebaut haben.

Der Alltag innerhalb der eigenen vier Wände macht einen grossen Teil der Lebensqualität aus - das bemerkt man aber oft erst, wenn diese abhandenzukommen droht. So verpassen es viele Senioren, sich frühzeitig mit der eigenen Wohnsituation auseinanderzusetzen. Denn die Bedürfnisse ändern sich langsam und oft fast unmerklich: Plötzlich wünscht man sich mehr Licht in der Wohnung, weil das Lesen zunehmend schwerfällt. Oder plötzlich macht es Mühe, sich wieder von der Toilette zu erheben, obwohl diese die übliche Höhe hat. Oder Teppichränder werden zum Stolperrisiko, und in Bad oder Dusche nimmt die Rutschgefahr zu.

All das ist aber noch lange kein Grund, gleich ans Umziehen denken. Denn mit teils ganz einfachen Massnahmen und Hilfsmitteln lässt sich fast jede Wohnsituation entsprechend verbessern. Wie, das erfahren Sie weiter unten in diesem Beitrag.

Sicher wohnen
Einfache, relativ preiswerte bauliche Veränderungen und Hilfsmittel erleichtern das Leben in den eigenen vier Wänden.

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1. Regale
Alle Regale sollten fachmännisch mit Dübeln an der Wand befestigt werden, so dass man sich jederzeit gefahrlos daran abstützen kann.

2. Notrufsender am Handgelenk
Wer stürzt und nicht mehr aufstehen kann, hat mit diesem Sender die Möglichkeit, Hilfe herbeizurufen.

3. Transportwagen
Mit einem Transportwagen lassen sich Bücher, Geschirr oder die Wäsche problemlos transportieren - zugleich dient er als Stütze beim Gehen.

4. Glasöffner / Elektrische Dosenöffner
Konservengläser und -dosen lassen sich damit ohne Kraftaufwand öffnen.

5. Licht
Ältere Menschen brauchen mehr Licht als jüngere. Mit einer ausreichenden Beleuchtung kann man nicht nur besser lesen, sondern fühlt sich auch sicherer in den eigenen vier Wänden.

6. Bett / Sofa
Sitz- und Liegegelegenheiten lassen sich von einem Schreiner erhöhen. So werden das Aufstehen und das Ankleiden einfacher.

7. Dusche
Eine Sitzgelegenheit in der Dusche erleichtert die persönliche Hygiene.

8. Badewanne / Dusche
Die Rutschgefahr in Badewanne und Dusche lässt sich auf zwei Arten beseitigen: mit einer Badematte oder mit aufklebbaren Antirutschstreifen - oder mit einer chemischen Nachbehandlung des Belags. Letzteres ist sicherer und hygienischer.

9. Haltegriff
Ein L-förmiger Haltegriff erleichtert das Aufstehen im Badezimmer - bei Toilette und Badewanne. Er sollte von einem Fachmann befestigt werden.

10. WC
Eine korrekt angepasste Erhöhung der Toilette erleichtert das Aufstehen.

11. Türschwellen / Kabel / Teppiche
Mit einem Keil kann ein Fachmann die Stolpergefahr bannen. Frei liegende Kabel sind entlang der Wand oder der Türschwelle anzubringen. Bei Teppichen sorgt eine Gleitschutzunterlage für Sicherheit.

12. Telefon
Ein einfach zu bedienendes Telefon erleichtert Anrufe. Grosse Direktwahltasten, die mit einem Foto hinterlegt werden können, machen das Telefonieren auch bei eingeschränkter Sehkraft einfacher.

13. Treppe
Dank einem zweiten Handlauf an der Wand kann man sich an der bequemeren Seite oder beidseitig festhalten. Treppenkanten können zudem mit einer kontrastreichen Farben gekennzeichnet werden - auch das erhöht die Trittsicherheit.

(06.01.2011)