Bauinvestitionen in der Schweiz sind im 2011 gestiegen

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Anhaltendes Wachstum der Bauinvestitionen

Gemäss den provisorischen Resultaten der Baustatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) des Jahres 2011 erhöhten sich die Bauausgaben im Jahresvergleich nominal um 4,7 Prozent auf 59,5 Milliarden Franken. Unter Berücksichtigung einer geschätzten Bauteuerung von 2,2 Prozent im Jahr 2011, stiegen die realen Bauausgaben um 2,5 Prozent. Die für das Jahr 2012 gemeldeten Bauvorhaben deuten auf eine weitere Erhöhung der nominalen Bauausgaben hin.

Die gesamten Bauausgaben (Bauinvestitionen plus öffentliche Unterhaltsarbeiten) stiegen im Jahr 2011 nominal um 4,7 Prozent auf 59,5 Milliarden Franken. Die Ausgaben in öffentliche Unterhaltsarbeiten wurden um 3,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken erhöht.

Die Bauinvestitionen (Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) stiegen nominal um 4,7 Prozent auf 54,6 Milliarden Franken. Sie umfassen Investitionen in Neubauten und Umbauten. Die Investitionen in Neubauprojekte nahmen im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf 36 Milliarden Franken zu, die Investitionssumme in Umbauprojekte stieg gegenüber dem Jahr 2010 sogar um 9 Prozent auf 18,6 Milliarden Franken. Die öffentlichen Auftraggeber erhöhten die Investitionen sowohl in den Neubau (+2%) wie auch in den Umbau (+6,7%). Die privaten Auftraggeber investierten ebenfalls sowohl in Neubauprojekte (+2,9%) wie auch in Umbauprojekte (+10,5%) mehr.

Höhere Hochbauinvestitionen

Die Hochbauinvestitionen (ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) nahmen im Jahresvergleich nominal um 5,5 Prozent auf rund 45 Milliarden Franken zu. Die privaten Auftraggeber erhöhten ihre Investitionen um insgesamt 5,3 Prozent auf 38,8 Milliarden Franken. Ausgedehnt wurden dabei die Investitionen in Wohngebäude, in den übrigen Hochbau und in Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude. Die öffentlichen Auftraggeber dehnten ihre Hochbauinvestitionen um 7,2 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken aus.

Höhere Tiefbauinvestitionen

Die Tiefbauinvestitionen (ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) verzeichneten im Jahresvergleich einen nominalen Zugang um 1,2 Prozent auf 9,6 Milliarden Franken. Die öffentlichen Auftraggeber investierten 8,1 Milliarden Franken in Tiefbauprojekte (+2,1%). Im Vergleich zum Jahr 2010 stiegen die Investitionen in die Verkehrs- und Kommunikationsprojekte, während die Investitionen für den übrigen Tiefbau zurückgingen. Die privaten Auftraggeber reduzierten ihre Tiefbauinvestitionen um 3,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken.

Erwartete Ausgaben für Bauvorhaben 2012

Die gemeldeten Bauvorhaben lassen für das Jahr 2012 einen Anstieg der gesamten Bauausgaben um 5,1 Prozent erwarten. Bei den Vorhaben im Bereich der öffentlichen Unterhaltsarbeiten zeichnet sich ein Zuwachs um 3,4 Prozent ab, während die Bauinvestitionen um 5,2 Prozent zunehmen werden. Die Bauinvestitionen in Neubauprojekte dürften im Jahr 2012 um 4,1 Prozent ansteigen, jene in Umbauprojekte sogar um 7,5 Prozent.

Die in dieser Mitteilung publizierten Resultate sind provisorisch. Die Bauinvestitionen umfassen sämtliche Ausgaben, die bei der Realisierung eines Bauwerks anfallen. Die Kosten beinhalten alle Vorbereitungsarbeiten, die reinen Baukosten, alle fest eingebauten Einrichtungen, die der spezialisierten Nutzung eines Bauwerks dienen, die Umgebungsarbeiten sowie alle Erschliessungsarbeiten innerhalb der Grundstücksgrenzen und alle Baunebenkosten. Nicht eingeschlossen sind die Kosten für den Erwerb des Grundstücks, die Erschliessung ausserhalb der Grundstücksgrenzen, die Kosten für die Ausstattung mit mobilen Gegenständen sowie die öffentlichen Unterhaltsarbeiten. Die Bauausgaben beinhalten sowohl die Bauinvestitionen als auch die öffentlichen Unterhaltsarbeiten.

Die Kategorie der privaten Auftraggeber umfasst sämtliche Auftraggeber neben den öffentlichen Auftraggebern (Bund, Kantone, Gemeinden), d.h. die institutionellen Anleger, die Versicherungen, die Banken, die privaten Gas- und Elektrizitätswerke, die Privatbahnen, die Bauunternehmungen und Immobiliengesellschaften sowie die Privatpersonen und die übrigen Anleger.

(BFS, 16.07.2012)