Bank Coop mit höheren Bruttogewinn im 1. Halbjahr 2012

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Bank Coop in schwierigem Marktumfeld erfolgreich

Die Bank Coop hat in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld ein erfreuliches Halbjahresergebnis vorzuweisen. Der Bruttogewinn konnte um 23,7% (+8,7 Mio. CHF)auf 45,4 Mio. CHF gesteigert werden, wobei ein massgeblicher Teil dieser Zunahme auf den Wegfall der IT-Migrationskosten (1. HJ 2011: 7,4 Mio. CHF) zurückzuführen ist, welche das Ergebnis im Vorjahr belastet hatten. Besonders positiv ist das hohe Vertrauen der Kundschaft zu werten, was sich in einem Zuwachs bei den Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform von hohen 6,5% auf 7,72 Mrd. CHF per 30.06.2012 zeigt. Die Kundengelder übertreffen mit 10,47 Mrd. CHF erstmals die 10 Milliarden-Franken-Grenze. Die Hypothekarforderungen weisen per 30.06.2012 ein Volumen von 12,33 Mrd. CHF (+1,5%) auf.

Das Halbjahresergebnis der Bank Coop im Überblick (Abschluss nach True and Fair View):

  • Steigerung des Bruttogewinns um 23,7% auf 45,4 Mio. CHF für das 1. Halbjahr 2012 (1. HJ 2011: 36,7 Mio. CHF) - massgeblich bedingt durch den Wegfall der IT-Migrationskosten
     
  • Erhöhung des durch Sonderfaktoren geprägten Halbjahresgewinns um 47,3% auf 34,4 Mio. CHF (1. HJ 2011: 23,3 Mio. CHF)
     
  • Starkes Wachstum der Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform um 472,7 Mio. CHF bzw. 6,5% auf ein Rekordhoch von über 7,72 Mrd. CHF (31.12.2011: 7,25 Mrd. CHF)
     
  • Kundengelder erreichen mit 10,47 Mrd. CHF einen neuen Rekordwert (31.12.2011: 9,76 Mrd. CHF)
     
  • Bilanzsumme mit 15,35 Mrd. CHF um 3,8% höher als zu Beginn des Jahres (31.12.2011: 14,79 Mrd. CHF)

Zinsengeschäft trotz rekordtiefer Zinsen im Plus

In der Erfolgsrechnung für die ersten sechs Monate fällt vor allem der positive Zinserfolg auf. Mit einem Anteil von 65,0% am Betriebsertrag kommt dieser Erfolgskomponente in der Bank Coop die grösste Bedeutung zu. Trotz rekordtiefer Zinsen konnte beim Erfolg aus dem Zinsengeschäft eine Steigerung von 3,0% (+2,3 Mio. CHF) im Vergleich zum Vorjahr realisiert werden.

Rückläufiges Kommissionsgeschäft

Demgegenüber litten die Einnahmen aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft unter der nach wie vor ungelösten Schulden- und Finanzkrise in Europa und den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Wertschriftenmärkte. Die grosse Zurückhaltung der Anleger führte zu einem um 2,0% (-0,7 Mio. CHF) geringeren Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, welcher in der Berichtsperiode 33,3 Mio. CHF erreichte. Das bei der Bank Coop weniger bedeutende Handelsgeschäft erhöhte sich primär dank soliden Einnahmen aus dem Devisen- und Sortenhandel um 10,1% (+0,6 Mio. CHF) auf 6,2 Mio. CHF. Der Betriebsertrag liegt mit 120,0 Mio. CHF (+2,7%) leicht über dem Vorjahr.

Kundengelder erstmals über 10 Milliarden CHF

Besonders erfreulich präsentieren sich die Kundengelder, welche erstmals die 10 Milliarden-Franken-Grenze überschreiten. „Diese Entwicklung ist Ausdruck eines hohen Vertrauens unserer Kundinnen und Kunden in die Bank Coop“ ist Andreas Waespi, Vorsitzender der Geschäftsleitung, überzeugt. Den grössten Zuwachs bei den Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform, welche sich per 30.06.2012 auf 7,72 Mrd. CHF erhöhten (+472,7 Mio. CHF), verzeichnete wie im Vorjahr das Sparkonto Plus. In der anhaltenden Niedrigzinsphase suchen Kunden nach attraktiven Anlagealternativen mit hoher Sicherheit. Dass die Bank Coop mit dem Sparkonto Plus die Bedürfnisse der Anleger bestens abdeckt, zeigt der ausgeprägte Volumenzuwachs von 405,7 Mio. CHF im 1. Halbjahr 2012 deutlich. Das starke Wachstum der Kundengelder wirkt sich zudem positiv auf die Refinanzierung des Kreditgeschäftes aus.

Hohe Qualität bei den Hypotheken

Die Nachfrage nach zinsgünstigen Hypotheken hält weiter an, wobei von der Kundschaft derzeit vor allem mittel- und langfristige Festzinshypotheken nachgefragt werden. Für die Bank Coop steht nach wie vor die Qualität des Kreditportefeuilles im Vordergrund. So werden Hypotheken selektiver vergeben und entsprechende Risiko-/Renditeüber­legungen verstärkt berücksichtigt. Für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste mussten lediglich 0,6 Mio. CHF (Vorjahr: 0,4 Mio. CHF) verbucht werden, was ein Zeichen für die gute Verfassung des Kreditportefeuilles ist.

Weitere Investitionen in Geschäftsstellen und Markenbekanntheit

Der Geschäftsaufwand beläuft sich im 1. Halbjahr 2012 auf 74,7 Mio. CHF (-7,0%). Der darin enthaltene Personalaufwand ist um 9,0% auf 37,5 Mio. CHF gesunken dies hauptsächlich im Zusammenhang mit der Bildung der Zentralen Kreditverarbeitung im Konzern BKB per 01.01.2012. Die Leistungen, welche die Bank Coop von den Konzerneinheiten bezieht, werden über die Sachkosten verrechnet. Dadurch ergibt sich eine Verschiebung von den Personal- zu den Sachkosten. Der Sachaufwand für das 1. Halbjahr 2012 beträgt 37,2 Mio. CHF und liegt 4,7% unter dem Vorjahr. Dies ist massgeblich bedingt durch den Wegfall der Kosten für die Informatikumstellung auf Avaloq Anfang 2011, andererseits sind zusätzliche Kosten durch weitere Investitionen in die Geschäftsstellen, die Steigerung der Markenbekanntheit und die zuvor erwähnte Verschiebung von den Personal- zu den Sachkosten entstanden.

Im 1. Halbjahr 2012 wurden die Geschäftsstellen Zürich-Oerlikon, Rapperswil-Jona und Brugg modernisiert, derzeit findet ein Umbau der Geschäftsstelle Biel statt.

Höherer Halbjahresgewinn

Der Bruttogewinn hat sich auf 45,4 Mio. CHF (+8,7 Mio. CHF) erhöht. Diese beträchtliche Veränderung wird massgeblich durch den Wegfall der IT-Migrationskosten beeinflusst, welche den Bruttogewinn des 1. Halbjahres 2011 mit 7,4 Mio. CHF belastet haben. Der Halbjahresgewinn nach True und Fair View ist um 47,3% auf 34,4 Mio. CHF gestiegen. Wesentlich zu dieser Gewinnsteigerung beigetragen haben die bereits erwähnten Aspekte im Geschäftsaufwand, sowie der Verkauf der Beteiligung an der Magazzini Generali con Punto Franco SA, Chiasso, welcher mit einem Erlös von 3,2 Mio. CHF im ausserordentlichen Ertrag enthalten ist.

Nachhaltigkeitsengagement erneut ausgezeichnet

Die Bank Coop ist für ihr Engagement im Thema Nachhaltigkeit erneut ausgezeichnet worden. Mit dem Erhalt des Swiss Climate CO2-Labels wird der Bank Coop ein aktives Engagement im Bereich des Klimaschutzes attestiert. Massnahmen wie beispielsweise der Bezug von 100% Ökostrom, die kontinuierliche Senkung des eigenen Energieverbrauchs oder eine seit vielen Jahren hohe Kompetenz und Auswahl bei nachhaltigen Produkten unterstreichen die hohe Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit bei der Bank Coop.

Ausblick

CEO Andreas Waespi: „Wir gehen weiterhin von einer angespannten Situation im europäischen Wirtschaftsraum und von Unsicherheiten an den Finanzmärkten aus. Aufgrund des Wegfalls der IT-Migrationskosten rechnen wir für das Geschäftsjahr 2012 mit einem leicht besseren Jahresergebnis als im Vorjahr.“

Kurzprofil
Die Bank Coop AG ist eine gesamtschweizerisch tätige Bank. Sie offeriert alle wesentlichen Bankprodukte und Dienstleistungen für Privatkunden und KMU. Als kundennahe Bank legt die Bank Coop Wert auf faire Konditionen. Sie differenziert sich durch ein umfassendes Angebot an nachhaltigen Bankprodukten und Engagements. Mit der Dienstleistung "eva" bietet die Bank Coop zudem ein spezielles Angebot für Frauen. Seit 2000 hält die Basler Kantonalbank eine Mehrheitsbeteiligung an der Bank Coop. Der Hauptsitz befindet sich in Basel.

Die Bank Coop Aktie wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt.
(Tickersymbol: BC / Reuters: BC.S / Valorennummer: 1811647 / ISIN-Nummer: CH0018116472).
Die Bank Coop Aktien weisen einen Nennwert von 20.00 CHF auf.

Bild: © Coop Bank

(Communiqué, 17.07.2012)