Arbeitslosigkeit im September 2012 leicht gestiegen

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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im September 2012

Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende September 2012 120’347 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 524 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 2,8% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 9’003 Personen (+8,1%).

Jugendarbeitslosigkeit im September 2012
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich um 221 Personen (-1,1%) auf 19’558. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 1’626 Personen (+9,1%).

Stellensuchende im September 2012
Insgesamt wurden 170’867 Stellensuchende registriert, 591 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 6’419 Personen (+3,9%).

Gemeldete offene Stellen im September 2012
Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 792 auf 15’770 Stellen.

Abgerechnete Kurzarbeit im Juli 2012
Im Juli 2012 waren 4’635 Personen von Kurzarbeit betroffen, 3’164 Personen weniger (-40,6%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 170 Einheiten (-27,3%) auf 452. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 176’705 (-45,7%) auf 210’077 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Juli 2011) waren 122’695 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 2’215 Personen in 297 Betrieben verteilt hatten.

Aussteuerungen im Juli 2012
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Juli 2012 ausgeschöpft hatten, auf 2’493 Personen.

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(SECO, 08.10.2012)

Zürcher Arbeitsmarkt im September 2012: Leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit über fast alle Branchen und Berufe

Die Arbeitslosigkeit nimmt zwar in den meisten Berufsgruppen und Branchen zu, jedoch auf relativ tiefem Niveau. Von der jüngsten moderaten Zunahme sind insbesondere Reinigungsdienste, Handels- und Verkaufsberufe betroffen. Die Arbeitslosenquote verharrte gegenüber dem Vormonat bei 2,9 Prozent.

22‘969 Personen waren Ende September bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, was einer Zunahme von 407 Personen gegenüber dem Vormonat entspricht. Bei einer gesamtschweizerischen Zunahme von 524 Personen entfiel der grösste Anteil im Berichtsmonat somit auf den Kanton Zürich. Aufgrund der moderaten Zunahme verharrte die Arbeitslosenquote jedoch bei 2,9 Prozent und liegt 0,1 Prozentpunkte über dem Schweizer Schnitt.

Zunahme vor allem bei Reinigungsdiensten sowie im Gross- und Detailhandel

Grundsätzlich verteilt sich die zunehmende Arbeitslosigkeit relativ gleichmässig auf alle Branchen und Berufsgruppen. Die Zunahmen bewegen sich auf relativ geringem Niveau, aber sie weisen auf eine stetige konjunkturelle Verschlechterung hin, die sich immer mehr auf die Arbeitsmarktentwicklung niederschlägt.

Insbesondere in zwei Berufsgruppen spiegelt sich im September die stärkere Zunahme gegenüber den anderen Kantonen wieder: Bei Berufen der Reinigung, Hygiene sowie Körperpflege stiegen die Arbeitslosenzahlen um 85 Personen. Dabei entfiel der grösste Anteil mit einer Zunahme von 51 neu gemeldeten Arbeitslosen auf Gebäudereiniger. Bei den Handels- und Verkaufsberufen stieg die Zahl arbeitslos gemeldeter Personen im Kanton Zürich auch saisonbedingt um 84 Personen. Hier machen Detailhändler den grossen Teil der Betroffenen aus.

Betrachtet man die Branchen, fällt vor allem der Grosshandel mit steigenden Arbeitslosenzahlen auf (+81). Ein Grund dafür könnte der gegenüber dem Euro überbewertete Schweizer Franken sein, da beispielsweise Importeure verschiedener Konsumgüter in diesem Indikator erfasst sind. Die Zunahme im Gastgewerbe hingegen ist auf saisonale Effekte zurückzuführen. Hier wurden im September 33 zusätzliche Arbeitslose gemeldet. Ebenfalls leicht, aber weiter zugenommen haben die Arbeitslosenzahlen im Bankensektor (+36), was den langsamen, aber fortlaufenden Beschäftigungsabbau im Finanzsektor unterstreicht und die unterschiedliche Entwicklung gegenüber der restlichen Schweiz begründet.

Zürcher Wachstumsmotor gerät etwas ins Stottern

Insgesamt dürfte die Zürcher Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2012 eine Pause auf ihrem bisherigen Weg der Erholung einlegen. In der Industrie hat sich die Geschäftslage im zweiten Quartal noch einmal spürbar verschlechtert. Vor allem eine verstärkte Rezession in Europa mit einem möglichen Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland könnte auch im Kanton Zürich in naher Zukunft zu einer Stagnation der Wertschöpfung führen, weshalb ein weiterer moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen werden kann.

(AWA-Communiqué, 08.10.2012)

 

Aargauer Arbeitsmarkt im September 2012: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit - Saisonal bedingte Abnahme

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau ist im September um rund hundert Personen zurückgegangen. Erwartungsgemäss sind deutlich weniger Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Vormonat 2,6 Prozent im Aargau und 2,8 Prozent in der gesamten Schweiz.

Bei den sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton Aargau und bei der Pforte Arbeitsmarkt in Menziken waren Ende September 8'941 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 104 weniger als im Vormonat. Die Zahl der Stellensuchenden ist um 130 auf 12'682 gesunken. Die Zahl der offenen Stellen ist um 98 auf 2'151 gesunken. Gemäss den neusten verfügbaren Angaben wurden im Juli 160 Personen mit Wohnsitz im Kanton Aargau ausgesteuert.

Unterschiedliche Entwicklung bei der Jugendarbeitslosigkeit

Erwartungsgemäss ist die Zahl der Arbeitslosen unter 20 Jahren zurückgegangen. Sie sank um 79 auf 373 Personen. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse ging von 2,6 auf 2,2 Prozent zurück. Auch für die folgenden Monate geht das Amt für Wirtschaft und Arbeit von einem Rückgang aus.

Bei den Arbeitslosen zwischen 20 und 24 Jahren stieg dagegen die Zahl um zwanzig Personen auf 1'227. In diesem Alterssegment ist erst in einem Vierteljahr mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen.

Mehr Kurzarbeit

Im vergangenen Monat haben im Kanton Aargau 29 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit beantragt; zwei mehr als im Vormonat. Potenziell sind in den 29 Betrieben 559 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen. Die Vormonate eingerechnet liegt für 1'420 Personen eine Bewilligung zur Einführung von Kurzarbeit vor. Die meisten Kurzarbeitsgesuche gehen nach wie vor aus der Maschinen- und Metallindustrie ein.

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(DVI-Communiqué, 08.10.2012)