Ab 01.01.2013: upc cablecom hebt Grundverschlüsselung für Digital-TV auf

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upc cablecom hebt Grundverschlüsselung auf: Digitales HD-Fernsehen und 2 Mbit Internet neu im Kabelanschluss inbegriffen

upc cablecom lanciert die grösste Umstellung in der Schweizer TV-Landschaft seit der Einführung des digitalen Fernsehens: Zum 1. Januar 2013 werden die 55 beliebtesten TV-Programme (inklusive HD) neu unverschlüsselt und damit ohne Zusatzgerät in allen Haushalten frei digital empfangbar sein. Die Kosten für das digitale Einstiegsangebot (heute CHF 4.- pro Monat) entfallen. Darüber hinaus stellt upc cablecom neu allen Kabelabonnementen einen Internetanschluss von 2 Mbit/s ohne Mehrkosten zur Verfügung. In Absprache mit dem Preisüberwacher wird der Preis für den Kabelanschluss über zwei Jahre gestaffelt erhöht: um 90 Rappen im Jahr 2013 und um 60 Rappen im Jahr 2014.

Das Digitalfernsehen hat sich in den letzten Jahren deutlich gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen durchgesetzt. Mittlerweile wird in rund 80 Prozent der 3,2 Millionen Schweizer Haushalte digital fern geschaut. Um diesem Wandel Rechnung zu tragen, hat upc cablecom eine grundlegende Neugestaltung des Kabelanschlusses beschlossen. Neu sind in der monatlichen Abonnementsgebühr bereits die beliebtesten TV-Programme (inklusive HD) inbegriffen. Dieses Angebot wird unverschlüsselt übertragen, so dass die Set-Top-Box oder DigiCard (CI+) dafür nicht mehr benötigt wird. Damit stellt upc cablecom auf einen Schlag sämtliche 1,8 Millionen angeschlossenen Haushalte auf digitales Fernsehen um.

Digitales Fernsehen wird preiswerter und einfacher

Bisher kostete das digitale Grundangebot von upc cablecom monatlich CHF 31.40 (CHF 27.40 für den Kabelanschluss plus CHF 4.- Abonnementsgebühr für das digitale Einstiegspaket mit 55 Sendern). Neu kostet der Kabelanschluss ab 1. Januar 2013 CHF 28.40 und ab 1. Januar 2014 CHF 29.05, wobei die gleiche Anzahl digitale Sender (inklusive HD) inbegriffen sind. Da upc cablecom die Verschlüsselung des Grundangebotes aufheben wird, ist für den Empfang des neuen digitalen Grundangebotes künftig keine Set-Top-Box mehr nötig. Dafür genügt ein Kabelanschluss von upc cablecom, ein übliches Antennenkabel und ein zeitgemässer Fernseher mit integriertem DVB-C Empfänger. Fernsehgeräte ohne Digitalempfänger können ab Januar 2013 mittels eines kostenlosen Umwandlers von upc cablecom gleichwohl von der erweiterten digitalen Senderpalette profitieren. Die neuen Konditionen wurden im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Preisüberwacher Stefan Meierhans festgelegt, welche die Ende 2012 auslaufende Regelung ablösen wird.

Deutlich verbesserte Leistungen

upc cablecom verbessert damit die Leistungen über den Kabelanschluss deutlich: Die Kunden profitieren im gesamten Anschlussgebiet von digitalen TV- und Radiosendern, inklusive bester HD-Qualität. Das Angebot kann in allen Wohnräumen gleichzeitig und unbeschränkt genutzt werden. Zudem ist die kostenlose Internetverbindung über den Kabelanschluss künftig mehr als sechsmal schneller – 2 Mbit/s statt bisher 300 Kbit/s Downloadgeschwindigkeit.

Das neue digitale Grundangebot wird mindestens 55 unverschlüsselte digitale Fernsehsender umfassen. Davon sind – je nach Region und Verfügbarkeit – bis zu 19 Sender in bester HD-Qualität. Siehe Senderübersicht auf www.upc-cablecom.ch/hdcable

Für diejenigen Kunden, die das derzeit geltende digitale Grundangebot „Mini“ mit 55 TV-Sendern für CHF 4.-/Monat abonniert haben, wird das Angebot auf 70 Programme ausgebaut. Kunden, die auf das neue digitale Grundangebot wechseln wollen, können diesen Wechsel unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfrist bzw. auf das Ende ihrer jeweiligen Vertragsdauer vollziehen. Der Wechsel erfolgt kostenfrei.

Das bisherige analoge Grundangebot (36 Sender) behält upc cablecom bis auf Weiteres bei. Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Personen digital fern schauen, nimmt die Relevanz des analogen Fernsehens ab. Eine künftige Reduktion des analogen Senderangebots ist deshalb absehbar. Dank des kostenlosen Umwandlers wird sichergestellt, dass eine solche Anpassung ohne Komforteinbusse und ohne Zusatzkosten für die Kunden geschehen kann.

Eric Tveter ist glücklich, allen Kunden verbesserte Leistungen über den Kabelanschluss bieten zu können: „Dem digitalen Fernsehen gehört die Zukunft, und dieses Erlebnis machen wir nun allen unseren Kunden noch einfacher zugänglich. Dieser Schritt ist ein Meilenstein in der Schweizer Telekommunikationsgeschichte“, sagt der CEO von upc cablecom.

Über upc cablecom

upc cablecom – ein Unternehmen von Liberty Global – ist das grösste Kabelnetzunternehmen der Schweiz und versorgt seine Kundinnen und Kunden mit Angeboten in den Bereichen Fernsehen, Internet und Telefonie. Per 30. Juni 2012 zählte das Unternehmen rund 1,5 Millionen Kabelanschlüsse mit Fernseh- und Radioempfang. 661‘800 Kunden nutzen digitales Fernsehen und Radio von upc cablecom. Zudem vertrauen 580‘600 Internet- und 385‘900 Telefoniekunden auf die Produkte der grössten Schweizer Kabelnetzanbieterin. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Sprach-, Daten- und Mehrwertdienste für Geschäftskunden an. Kabelnetzunternehmen versorgt upc cablecom mit Anlagenbau sowie mit Anwendungs- und Übertragungsdiensten. Das eigene Netzwerk erschliesst über 2 Millionen Haushalte und umfasst alle grösseren Schweizer Städte. 2011 erzielte upc cablecom mit rund 1500 Mitarbeitenden einen Umsatz von mehr als CHF 1,1 Milliarden.

Über Liberty Global

Liberty Global ist der führende internationale Kabelnetzbetreiber mit Niederlassungen in 13 Ländern. Das Unternehmen bietet Menschen Zugang zur digitalen Welt, wo sie grenzenlose Möglichkeiten entdecken und nutzen können. Die marktführenden Fernseh-, Sprach- und Breitband-Internetdienste von Liberty Global laufen auf Netzwerken der neuesten Generation und innovativen Technologieplattformen. Zum 30. Juni 2012 bediente das Unternehmen weltweit 20 Millionen Kunden mit insgesamt 34 Millionen aktiven Verträgen. Zu den Marken von Liberty Global zählen UPC, Unitymedia, Kabel BW, Telenit und VTR. Weitere Geschäftsfelder sind die Content-Sparte Chellomedia, der kommerzielle Servicedienst UPC Business sowie der Investmentfonds Liberty Global Ventures.

Bild: © upc cablecom

(Communiqué, 16.10.2012)

Aktuell: upc cablecom hebt Grundverschlüsselung für Digital-TV bereits per 14.11.2012 auf

 

Kommentar von comparis.ch

Wettbewerb bodigt Zwangsbox für Digital-TV

UPC Cablecom verzichtet auf die Verschlüsselung ihres digitalen Fernsehens. Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch begrüsst diesen Schritt. Aus Sicht der Konsumenten war die «Zwangsbox» nicht nachvollziehbar. Nun werden Kunden endlich nicht mehr dazu gezwungen, für eine solche Box zu bezahlen. Erfreulich ist, dass der Druck des Wettbewerbs zu diesem Schritt geführt hat.

Die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz, UPC Cablecom, hat am 16.10.2012 das Ende der Grundverschlüsselung bekannt gegeben. Künftig kann jeder Besitzer eines neueren Fernsehers direkt über den bestehenden Anschluss in der Wohnung digitales Fernsehen schauen. Die sogenannte Set-Top-Box ist nicht mehr Voraussetzung. Zur Verfügung stehen mit 55 Sendern die üblichen Programme, und dies bei bis zu 19 Sendern in HD-Qualität. Nur wer Sendungen digital aufnehmen oder Filme auf Abruf schauen will, braucht weiterhin eine Box.

Ein alter Zopf wird abgeschnitten

«Endlich hat UPC Cablecom die Zwangsbox abgeschafft», sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte beim Internet-Vergleichsdienst comparis.ch. Damit kommt UPC Cablecom seinen Kunden entgegen. Die Set-Top-Box war ein alter Zopf. Viele Kunden sahen nicht ein, weshalb sie dem TV-Anbieter nicht nur monatliche Gebühren fürs Fernsehen zahlen müssen, sondern von ihm auch noch zu Gebühren für eine solche Box gezwungen werden. comparis.ch hatte dies in der Vergangenheit mehrmals kritisiert, auch die Politik hatte sich mit dem Thema beschäftigt.

«Es ist erfreulich, dass hier der Wettbewerb gespielt und einen Vorteil für die Konsumenten hervorgerufen hat», hält Ralf Beyeler fest. Denn was die Politik nicht geschafft hat, ist nun durch den Druck des Wettbewerbs und in einer Einigung mit dem Preisüberwacher erreicht worden. UPC Cablecom, die in der Mehrheit der Schweizer Haushalte jahrelang praktisch eine Monopolistin war, sieht sich seit einiger Zeit mit harter Konkurrenz konfrontiert. Im digitalen Fernsehen ist UPC Cablecom (661‘800 Kunden) von Swisscom-TV (694‘000 Kunden) überholt worden, das seit sechs Jahren auf dem Markt ist. UPC Cablecom hat heute noch 840‘000 Kunden, die ausschliesslich analoges Fernsehen empfangen. Viele dieser Kunden dürften ein neueres TV-Gerät haben und profitieren nun fast automatisch von digitalem Fernsehen und besonders von HD-Qualität, ohne einen Vertrag abzuschliessen.

Hohe Grundgebühren

Abzuwarten ist, ob UPC Cablecom ihre Kunden behalten kann. Denn die Massnahme hat aus Konsumentensicht auch zwei Haken. Zum einen können die Kunden Sat1 und Pro7 nicht in HD empfangen. Zum anderen ist der Preis hoch: «UPC Cablecom hat im Vergleich zu anderen Kabelnetzbetreibern sehr hohe Grundgebühren», sagt Ralf Beyeler von comparis.ch. Die Grundgebühr wird sogar noch höher, von heute 27.40 Franken auf 29.05 Franken, also um 1.65 Franken. Viele regionale Kabelnetzbetreiber verlangen bloss zwischen 10 und 20 Franken. Immerhin erhalten bei UPC Cablecom die Kunden auf Wunsch und ohne Aufpreis auch einen Internet-Zugang mit einer Download-Geschwindigkeit von 2 MBit/s. Diese Geschwindigkeit reicht für eine übliche Nutzung.

(Communiqué, 16.12.2012)

Kommentar der Stiftung für Konsumentenschutz

Endlich! upc cablecom hebt Grundverschlüsselung auf

upc cablecom gab am 16.10.2012 bekannt, dass sie ab 1. Januar 2013 ein unverschlüsseltes Grundangebot beim digitalen Fernsehen anbietet. Der Kabelnetzriese erfüllt damit eine langjährige Forderung der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder erhofft sich eine Signalwirkung des Entscheids für Swisscom TV und Sunrise TV.

Was die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) seit Jahren fordert, ist nun endlich Tatsache: upc cablecom hebt die Grundverschlüsselung beim digitalen Fernsehen auf. Damit können ab 1. Januar 2013 alle upc cablecom-Kunden mindestens 55 digitale TV-Programme ohne Set-Top-Box oder Digicard empfangen – vorausgesetzt sie besitzen einen modernen Fernseher mit integriertem DVB-C-Tuner. Diese Neuregelung bringt für die Kunden von upc cablecom folgende Vorteile:

  • Tiefere Kosten: Wer künftig das unverschlüsselte Grundangebot bezieht, spart die Miete für die Set-Top-Box (4.- / Monat) oder den Preis für den Kauf einer Digicard (einmalig 99.-). Wermutstropfen: Cablecom erhöht die Grundgebühr für den Kabelanschluss ab 2013 um 90 Rappen und ab 2014 um weitere 60 Rappen pro Monat.
  • Weniger Stromverbrauch: Die Kosten für den enormen Stromverbrauch der Set-Top-Box fallen künftig weg.
     
  • Wahlfreiheit beim Aufnahmegerät: Wer Sendungen aufzeichnen will, braucht künftig nicht mehr zwingend einen Digitalrecorder mit dem Standard CI+ (momentaner Verschlüsselungsstandard von upc cablecom), sondern kann aus einer breiten Palette von Digitalrecordern auswählen.

Für upc Cablecom-Kunden, die mehr Sender beziehen wollen, als das Grundangebot bietet, bleibt jedoch die Verschlüsselung. Trotzdem ist SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder mit der geplanten Neuregelung zufrieden: „Mit diesem Schritt erfüllt upc cablecom die langjährige Forderung der SKS nach einem unverschlüsselten Grundangebot. Wichtig ist nun, dass upc cablecom ihre Kunden transparent und verständlich über diese Änderung informiert und gewährleistet, dass allfällige Abonnementswechsel unbürokratisch abgewickelt werden.“

Sara Stalder erhofft sich ausserdem eine Signalwirkung des Entscheids: „Auch bei Swisscom, Sunrise und den verbleibenden Kabelnetzbetreiber, die ihren Kunden immer noch eine Box vorschreiben, muss die Grundverschlüsselung fallen.“

(Communiqué, 16.10.2012)